Asylsuchende attackieren sich in Flüchtlingsunterkünften in der Rhön

08. Oktober 2015
Gersfeld/Wasserkuppe

Zwischen Donnerstag und Dienstag hat es auf der Wasserkuppe und in Gersfeld drei körperliche Auseinandersetzungen in Flüchtlingsunterkünften gegeben. Asylsuchende attackierten andere Flüchtlinge zweimal mit Fäusten – einmal sogar mit einem Stuhlbein.

Vor einer Flüchtlingsunterkunft in Gersfeld war bereits am vergangenen Donnerstag ein Streit zwischen Asylsuchenden eskaliert, berichtet die Polizei. Ein 28-jähriger Algerier war auf dem Weg zu einem Bekannten im Haus, als von einem 18-jährigen Somalier aus einer Gruppe heraus beleidigt wurde. Der Algerier verbat sich die unhöfliche Ansprache, worauf er von einer Person der Gruppe festgehalten wurde.

Somalier attackiert Algerier mit Stuhlbein

Das nutzte der Somalier aus: Mehrmals schlug er mit einem hölzernen Stuhlbein auf den 28-Jährigen ein. Der Algerier zog sich dadurch eine Platzwunde am Kopf zu, die ärztlich behandelt werden musste. Bei Eintreffen der Polizei hatten sich die Konfliktparteien bereits wieder beruhigt.

Afghane schlägt Syrer

Auf der Wasserkuppe gerieten am Samstagabend ein Mann aus Afghanistan und ein Syrer miteinander in Streit. Die Auseinandersetzung gipfelte darin, dass der Afghane mehrmals mit der Faust auf den Brustkorb des Syrers schlug. Beim Eintreffen der Polizeistreifen aus Hilders war die Auseinandersetzung bereits beendet.

Eritreer greift Syrer an

Am Dienstagmittag kam es an gleicher Stelle zunächst zu verbalen Beleidigungen zwischen zwei jungen Flüchtlingen. Im Verlauf schlug ein 16-jähriger Eritreer den 17 Jahre alten Geschädigten aus Syrien mit der Faust ins Gesicht. Dieser erlitt dabei leichte Verletzungen.

In allen drei Fällen wurden Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Beleidigung, Körperverletzung beziehungsweise gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. / sts