Mordprozess: Zeugen bestätigen Wahnvorstellungen des Opfers

05. September 2014
Fulda

Die Enkelin des Angeklagten, dessen Putzfrau, sein ehemaliger Schwiegersohn sowie eine Dame von einem Versicherungsunternehmen sind heute während des Mordprozesses gegen den 69-Jährigen aus Bebra, der im Februar seine Frau erschossen haben soll, vernommen worden.

Am Dienstag, dem ersten Verhandlungstag, hatten bereits sechs Zeugen gegen den Angeklagten ausgesagt. Verteidigt wird der Mann von Christopher Posch. Der Anwalt ist vor allem aus TV-Serien bekannt.

Insgesamt 27 Zeugen werden innerhalb des Mordprozesses befragt. Während die Staatsanwaltschaft dem 69-jährigen Bebraer vorwirft, er habe seine Frau heimtückisch ermordet, betont dieser, ein tragischer Unfall habe zum Tod seiner zwei Jahre jüngeren Ehefrau geführt.

Bereits beim ersten Verhandlungstag kamen die psychischen Probleme der Ehefrau des Bebraers zu Sprache. Dass sie unter Wahnvorstellungen litt konnten auch die vier Zeugen am zweiten Verhandlungstag bestätigen. Besonders die Vernehmung der 18-Jährigen Enkelin sei sehr emotional gewesen, bestätigt ein Sprecher des Fuldaer Landgerichts.

Alle vier Zeugen hätten darüber hinaus den Angeklagten als ruhigen und besonnen Menschen beschrieben. Der ehemalige Schwiegersohn des 69-Jährigen habe außerdem beteuert, dass der Angeklagte seine Frau „abgöttisch geliebt“ habe.

Der nächste Verhandlungstermin ist für Montag, 15. September, um 9 Uhr angesetzt. / so

Mehr zu den vergangenen Verhandlungen lesen Sie HIER und HIER. Mehr über den TV-Anwalt Posch erfahren Sie HIER.

Anzeige
Anzeige