Mini-WM: Eindrücke vom Finale (Bilder und Video)

Stimmungsvolle Finalrunde / Insgesamt 2800 Zuschauer an den sieben Tagen / Dramatisches Aus für Spanien

03. April 2014
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Das Endspiel war symptomatisch für eine extrem enge Endrunde, in der viele Mannschaften auf ein und demselben Level spielten und in vielen Partien oft nur Kleinigkeiten entschieden. Die dramatische Entscheidung gab es diesmal bereits in der Gruppenphase. Das allerletzte Spiel setzte allem die Krone auf. Spanien (Fliedetalschule Flieden) musste es gegen Italien (Grundschule Großenlüder) unbedingt gewinnen. Den Italienern reichte dagegen bereits ein Remis für das Erreichen des Halbfinales. Spanien führte durch das Tor von Nils Malkmus mit 1:0 und schien drauf und dran, ins Halbfinale einzuziehen. Doch dann passierte etwas, was es bei der Mini-WM in dieser Form noch nicht gab und was auch nicht mehr zu steigern ist: In einen allerletzten Flachpass der Italiener hielt Eric Klitsch den Fuß und der Ball kullerte zum 1:1 über die Linie. Mit dem Berühren des Tornetzes ertönte die Schlusssirene. Die einen trauerten, Italien jubelte über den Halbfinaleinzug.

Im ersten Halbfinale standen sich dann Argentinien und Bosnien-Herzegowina gegenüber. Die Argentinier (Johann-Adam-Förster Schule Hünfeld) waren ohne Gegentor in die Vorschlussrunde gekommen, mussten dann aber bereits nach 18 Sekunden das 0:1 durch Anthony Opetha schlucken. Nicht das erste Blitztor des späteren Weltmeisters. Auch in der Vorrunde hatte sich Bosnien beim 1:0 gegen Spanien den Sieg schon nach 13 Sekunden gesichert. Aaron Goldbach hatte da getroffen. Luis Klehring machte den Einzug ins Endspiel für die Künzeller mit dem 2:0 klar.

Richtig eng war das zweite Halbfinale zwischen Italien und Deutschland. 0:0 stand es nach regulärer Spielzeit, obwohl die Deutschen drei richtig gute Siegchancen hatten. Nach der Führung durch Noah Schmitt ging das Siebenmeterschießen aber an Deutschland, weil Moritz Eckstein und Emil Alijevic verwandelten.

Rang drei sicherte sich dann im "kleinen Finale" Argentinien. Hier fiel die Entscheidung ebenfalls in Siebenmeterschießen. Held war Argentiniens Torwart Dylan Schaum. Erst parierte er drei Strafstöße, um dann als achter Schütze den entscheidenden Ball zum 3:2 zu verwandeln.

Der große Showdown war dann das Endspiel. Im Spiel an sich war Deutschland dem Sieg näher. Doch das Team des Ex-Borussen Thorsten Brehler wurde zum unfreiwilligen Pfostenkönig. Der Lattenball von Moritz Eckstein war der insgesamt vierte Pfostentreffer nur in der gestrigen Endrunde. Auch sonst hatte Deutschland mehrere Chancen zum Sieg.

Doch Bosnien hielt dagegen und schaffte das Siebenmeterschießen. Hier war die Mannschaft um Betreuer Manfred Kropp cool. Anthony Opetha, Aaron Goldbach und schließlich Luis Klehring trafen zum WM-Titel. Für Deutschland hatten Moritz Eckstein und Emil Alijevic verwandelt.

Imposant war die Zuschauerkulisse in der Gellingshalle. 600 Fans machten mächtig Spektakel. Damit hat die Mini-WM 2014 einen neuen Besucherrekord. Zu den sieben Veranstaltungstagen pilgerten insgesamt 2800 Zuschauer in die Hallen. Macht einen Schnitt von 400 Besuchern pro Turniertag. / kr

Torjäger

Jamal Martinez (Ghana) 6

Kevin Baumbach (Argentinien) 5

Justus Flach (Algerien) 4

Eric Preisendörfer (Algerien) 4

Anthony Opetha (Bosnien-Herz.) 4

Hieronymus Golbach (Elfenbeinküste) 4

Noah Schmitt (Italien) 4

Linus Gaube (Kolumbien) 3

Niklas Schöppner (Spanien) 3

Tamino Ranft (Spanien) 3

Elias Hahl (Deutschland) 3

Johannes Weber (Algerien) 3

Marlon Stephan (Griechenland) 3

Nach Paraguay 2006 und Chile im Jahr 2010 hat sich diesmal Bosnien-Herzegowina den Titel des Weltmeisters bei der RhönSprudel-Mini-WM gesichert. Im Finale setzte sich die Don-Bosco-Schule Künzell im Siebenmeterschießen gegen Deutschland (Grundschule Poppenhausen) durch.