Schwerpunktthema Inklusion: Sportabzeichen-Tour macht Freitag Station in Fulda

05. Juli 2016
Fulda

Seit vergangenem Herbst darf Fulda sich die inklusivste Stadt Deutschlands nennen. Diesem Titel alle Ehre zu machen, gilt es am Freitag: Denn dann macht die Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes Station in Fulda – und Inklusion ist das Schwerpunktthema.

Von unserem Redaktionsmitglied Sophia Reddig

Noch zweimal schlafen, dann ist es so weit: Die Sportabzeichen-Tour macht zum ersten Mal Halt in Fulda. Im Fokus stehen der Spaß an der Bewegung und das Thema Inklusion. Natürlich darf da das antonius – Netzwerk Mensch nicht fehlen. Als offizieller Kooperationspartner hilft das Netzwerk nicht nur bei der Organisation des Events, sondern bringt selbst einige Sportler mit.

„Wir freuen uns auf einen Tag voller neuer Erfahrungen, Freude am Sport und Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Handicap“, gibt Elmar Möller, Leiter des Freizeitbereichs beim antonius – Netzwerk Mensch, einen Ausblick. An einem Erfrischungsstand wird das antonius – Netzwerk Mensch Slushis anbieten, und gemeinsam mit der Caritas soll ein Shuttle-Service zwischen Stadion und Rosenbad eingerichtet werden.

5000 erwartete Besucher, 53 Stationen

Zudem wird die hauseigene Boccia-Gruppe direkt vor Ort sein und sich vorstellen. An den Start gehen werden Erwachsene ab 18 Jahren. „Unsere älteste Sportlerin Hilde ist schon über 60 Jahre alt und trainiert regelmäßig im Badminton-Team“, berichtet der Sozialpädagoge stolz.

Damit es am Freitag entspannter wird, haben sich zwölf Sportler schon vergangene Woche von speziell qualifizierten Prüfern einschätzen lassen. Die Prüfer begutachten jede Person mit Handicap einzeln und stellen die individuellen Leistungsziele auf, die sie für ein Sportabzeichen erfüllen müssen. „Natürlich können sich die Sportler auch am Freitag direkt vor Ort von den Prüfern einschätzen lassen“, ergänzt der 59-Jährige.

Tour findet zum 13. Mal statt

Bis zum großen Tag ist das antonius – Netzwerk Mensch noch damit beschäftigt, genügend Helfer zu organisieren, die die Sportler in die Johannisau begleiten. Vor Ort helfen sie den Teilnehmern dabei, den Überblick zu behalten. Denn bei 5000 erwarteten Besuchern und 53 Stationen kann es schnell unübersichtlich werden.

Daneben wird es einen Lageplan geben, der speziell auf die Bedürfnisse von Menschen zugeschnitten ist, die nicht lesen können. „Icons und Buttons vereinfachen die Kommunikation, sodass sich jedermann zurechtfindet“, erklärt Elmar Möller. Er hofft, dass die Beteiligten auch nach dem Event in Bewegung bleiben: „Da muss sich jeder an die Nase packen, ich eingeschlossen. Es wäre toll, wenn sich bei uns eine Betriebssportgruppe findet, die gemeinsam trainieren will. Wir haben zum Beispiel noch kein Leichtathletik-Team.“

DIE SPORTABZEICHEN-TOUR des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) startet zum 13. Mal durch zehn Städte in Deutschland. Fulda ist die sechste Station und hat das Thema Inklusion als Schwerpunkt. Los geht es im Sportpark Johannisau in Fulda am Freitag, 8. Juli, um 9 Uhr wenn 3000 Schüler erwartet werden.

Open-Air-Konzert mit Johannes Oerding zum Abschluss

Am Nachmittag (ab 13 Uhr) heißt es „Sportabzeichen für alle!“ mit Spiel, Sport und Spaß für Groß und Klein. Neben den traditionellen Sportabzeichendisziplinen aus der Leichtathletik, dem Schwimmen und Radfahren sorgen über 40 Mitmachangebote für alle – ob Jung oder Alt, Klein oder Groß, mit oder ohne Handicap – für Spaß.

Das Open-Air-Konzert am Abend (21 Uhr, kostenpflichtig) mit Johannes Oerding und Band ist der Schlusspunkt. Als Vorgruppe kommt Max Giesinger mit aktuellem Programm und dem Hit „80 Millionen“. Ticket gibt auf der Internetseite des Kreuz unter kreuz.com/tickets/.

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