Schwimm-EM: Glania zieht ins Finale ein

23. August 2014
Fulda/Berlin

Der Petersberger Rückenschwimmer Jan-Philip Glania hat im Halbfinale über 200 Meter Rücken mit einer Zeit von 1:58,21 den vierten Platz erzielt. Glania zieht damit als Gesamt-Fünfter ins Finale ein.

Update 19.20 Uhr: Nach einer Minute befand sich Glania nach einer guten Startphase noch auf Position zwei, nach der letzten Wende allerdings nur noch unter den ersten Vier. Neben Glania hat sich der Deutsche Christian Diener mit einer Zeit von 1:58, 37 für das Finale qualifiziert.

“Völlig fertig”, war der Glaniator nach seinem Halbfinale. “Das war deutlich härter als am Morgen der Vorlauf. Auf den letzten 50 Metern musste ich aufpassen, dass die anderen nicht wegziehen, aber ich konnte den Abstand einigermaßen halten”, sagte der 25-Jährige erschöpft. “Jetzt bin ich aber glücklich, dass ich das Finale erreicht habe.”

Was er im Endlauf am Samstag um 17.06 Uhr (live in der ARD und bei Eurosport) erwartet und was er sonst noch gegenüber der Fuldaer Zeitung erzählt hat, lesen Sie in unserer Samstagausgabe und im E-Paper.

Originalmeldung: Der 25-Jährige trat vor den Augen etlicher “JP”-Fans, die auch eine “GLANIAtor”-Fahne schwenkten, im dritten von vier Vorläufen an. Glania starte dabei auf Bahn fünf, zwei Bahnen über seinen Nationalmannschaftskollegen Christian Diener, der wie erwartet den besseren Start hinlegte und bis zur dritten Wende auch führte.

“Es war schon ziemlich anstrengend, aber eine 1:58 schwimmt man nicht im Vorbeigehen”, sagte Jan-Philip Glania nach seinem Vorlauf gegenüber der Fuldaer Zeitung. “Im Halbfinale muss ich vom Start weg schneller schwimmen”, gibt der 25-Jährige als Marschroute für Freitagabend aus, wenn er um 19.05 Uhr erneut ins Becken muss (live in der ARD und bei Eurosport) und seine zweite Medaille anvisiert.

Glania hielt sich zunächst auf den Plätzen drei und vier, legte aber auf den letzten 50 Metern hinter dem Vorlaufsieger Peter Bernek (1,58,45 Minuten) in 29,94 Sekunden die beste Zeite über die letzten 50 Meter hin. Sowohl Diener (1,58,74) als am Ende Vorlauf-Zweiter als auch Glania (1,58,91) als Vorlauf-Dritter qualifizierten sich im schnellsten der vier Vorläufe sicher für das Halbfinale.

“Ich hoffe, dass ich noch etwas Luft habe”, so der “Glaniator”, der vor seinem Rennen auf dem TV-Schirm noch seinen Fanclub aus der Heimat gesehen hat. “Das hat mich noch mal zusätzlich motiviert, dass meine Freunde eingeblendet wurden.”

Prinzipiell sind seine Chancen über 200 Meter höher einzuschätzen als über die 100, weil es da stärker auf das Schwimmerische ankommt. Mit den Tauchphasen hat der 25-Jährige bekanntlich seine Probleme. “Aber die Konkurrenten sind ganz schwer einzuschätzen. Da weiß ich nicht, was zu erwarten ist”, sagt Glania, der erst mal “nur an den Vorlauf denkt und diesen schnell schwimmen will”.

Wir halten Sie an dieser Stelle direkt nach dem Halbfinale auf dem Laufenden.

Weitere Stimmen von dem angehenden Zahnarzt und viele Details über sein stressiges Programm in Berlin sowie eine erfrischende Eis-Eimer-Aktion mit dem Bundestrainer lesen Sie in der Freitagausgabe und im E-Paper.

Anzeige
Anzeige