Kunstturn-HM: Lutz Raab behauptet sich in Männer-Konkurrenz

06. Mai 2014
Eppertshausen

Der elfjährige Nachwuchsturner Lutz Raab aus Steinau hat bei den hessischen Meisterschaften (HM) der Kunstturner in Eppertshausen gegen starke Konkurrenz den ausgezeichneten sechsten Platz belegt.

Lutz Raab, der seit fast vier Jahren im Landesleistungszentrum in Frankfurt in einer Auswahl von Hessens Kunstturnern fünf Tage pro Woche trainiert, ging bei den hessischen Meisterschaften im Kunstturnen der Männer im Wettkampf Sechskampf (Jahrgang 2002 Pflicht P8/P7) als einer der jüngsten an die Geräte. Lutz, der gerade elf Jahre alt geworden ist, musste sich in der Altersklasse elf und 12 Jahre gegen die meist älteren Turner behaupten. Mit 34,08 Punkten erzielte er einen guten sechsten Platz.

Die Altersklasse, in der Raab startete, hat wiederum neue Anforderungen und Übungen an insgesamt acht Geräten, wobei zwei Sprunggeräte sowie Pauschenpferd und Pilz zusammengefasst werden. Sehr anspruchsvolle Turnelemente wie Riesenfelgen am Hochreck, Riesenfelgen und Salto-Abgang an den Ringen, Doppelflickflack-Rückwärtssalto, Schrittüberschlag, Handstandüberschlag am Boden, Handstände und Kippen am Hochbarren oder Kreisflanken am Pauschenpferd waren hier nur einige Teile, die Lutz im Wettkampf zeigte.

Die drittbeste Wertung im Wettkampf erreichte Lutz am Sprung mit 8,13 Punkten (Handstandüberschlag über den 1,20 Meter hohen Sprungtisch und Radwende Doppelflickflack vom Sprungbrett auf einen 80 Zentimeter hohen Mattenberg). Ebenfalls die drittbeste Wertung schaffte er mit seiner Übung am Seitpferd mit 6,85 Punkten. Die weiteren Geräte: Boden 6,20 Punkte; Ringe 6,05; Barren 4,20; Reck 2,65.

Lutz Raab, der immer noch in der Auswahl der besten Turner in Hessen turnt, behauptete sich damit trotz stetig neuer Anforderungen in der Spitze. Raab, der seit Sommer vergangenen Jahres die fünfte Klasse des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums in Schlüchtern besucht, schafft trotz des intensiven Trainings die Schule mit guten Leistungen. "Sein Herz schlägt für die Turnhalle, das sieht man in seinen Augen, wenn er vom Training nach Hause kommt. Da nimmt er es gerne in Kauf, dass er nur wenig Freizeit hat", sagt Mutter Katrin Raab. / tt

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