"Fastnacht feiern ist Kultur": Kämmerzeller Carneval Verein sorgt für Stimmung im Bürgerhaus

16. Februar 2014
Kämmerzell

Unter dem Motto "Kämmerzeller Carneval Verein - natürlich Fastnacht" wurden den schön kostümierten Gästen humorvolle Sketche, einen Kreisbeigeordneten in der Bütt und schöne Tänze im Bürgerhaus des Fuldaer Stadtteils präsentiert.

Zu den Klängen der Gardeband zog Stiftskämmerer Heiko XXXVIII., vom närrischen Hobel mit seiner Stiftskämmerin Carmen (Heiko und Carmen Kramm) mit ihren Adjutanten Jörg Fladung und Kai Kramm sowie dem großen Gefolge in den Saal. In seiner Rede betonte der Stiftskämmerer, dass es nichts schöneres gäbe als dieses Amt inne zu haben. Mit launigen Worten berichtete er vom Kartenvorverkauf zu dieser Sitzung. Er wünschte den Gästen ein paar schöne und unterhaltsame Stunden. Direkt im Anschluss verlas er seine elf närrische. Gebote.

Galaktisch schön war der Showtanz von den Kleinsten des Vereins, den kleinen Matte-Biddel. Die zwölf jungen Mädchen der Däncing-Girls enterten mit ihrem schönen Piratentanz die Bühne. Tanzmariechem Kaylaine Kramm, die Tochter des Stiftskämmererpaares begeisterte mit ihrem Solotanz, ebenso wie die Tanzgarde die schwungvoll ihre Beine über die Bühne wirbeln ließen. Die Showtanztruppe des KCV entführte das Publikum in die Zeit des Rockko.

Der närrische Nachwuchs der Helebardengarde unterhielt in der Messdienerstunde mit flotten Sprüchen über Pfarrer, Eltern und Begebenheiten aus dem Stadtteil. Der Landrats-Vize, Dr. Heiko Wingenfeld macht nicht nur während einer Kreistagssitzung eine gute Figur, auch als Büttenredner ist er vortrefflich. Mit seiner humorvollen politischen Rede über Sommerlad und Hutzelfeuer war ihm viel Beifall gewiss. Zum Schluss betonte er: "Fastnacht feiern ist Kultur". Einblicke in die Gespräche eines Ehepaares am Frühstückstisch gaben Helge Mühr und Martina Dentel. Kathrin und Thomas Hau erzählten als Getränkelieferanten aus dem Leben der Stiftskämmerermannschaft. Er ist ein Garant für gute Unterhaltung. Die Rede ist von Winfried Müller. In seiner Büttemrede nahm er, immer wieder mit einem Augenzwinkern, die Ortschaften des Fuldatals - Gläserzell, Lüdermümd und Kämmerzell auf die Schippe. Natürlich durfte das Dorfgeschehen nicht fehlen, und so hatte er die Lacher auf seiner Seite. Die Vorsitzenden des KCV, Guido Lomb und Christian Götz diskutierten als Fußballfans von Bayern München und Eintracht Frankfurt über "ihren" Sport und Handeerker. Selbstverständlich nahmen sie auf humorvolle Weise die örtliche Prominenz auf den Arm. Der Stammtisch der Frauengarde im Biergarten von Lüdermünd plauderte über dies und das und die Regentenmannschaft und brachten zum Ende einen kurzen Showtanz zu Schürzejägermusik dar. Zu der Melodie "Spiel mir das Lied vom Tod" kamen sie herein - die Mitglieder der Lüdermünder Feuerwehr. Im ihrem Leichenzug trugen sie die Hutzel-Hexe zu Grabe. "Pater" Christoph Schmelz schilderte, dass die Hexe unter dem Wahnsinns-Syndrom leide und sie langsam ihr Leben verliere. Seiner Vermutung nach, habe die NSA den Whats-Up-Verkehr abgehört und nach Wiesbaden gepetzt. Daneben gab es immer wieder kleine Seitenhiebe auf die Ortschaften Kämmerzell und Gläserzell. Des weiteren ging er auf die große und kleine Politik ein. Die Hitparade der Leibgarde heizte dem närrischen Publikum nochmals ein.

Als Gäste kamen Fuldas Prinz Jochen vom Daunenreich LXXIII von Fulda mit Gefolge und die Nachbarn aus Sickels, die Bürgerfastnacht mit Gutsherrenpaar und großer Mannschaft. Sie hatten Tänze und Musik als Gastgeschenk mit dabei. / trp