Video: Elf Kanonenschüsse am Buttermarkt läuten Foaset in Föllsch Foll ein

11. November 2019
Fulda

„Montag ist Schontag.“ So lautet ein etwas lässiges Sprichwort. Dass es für die Karnevalisten in Stadt und Land mit Sicherheit kein Schontag war, belegten sie eindrucksvoll am Fuldaer Buttermarkt – und schonten sich nicht. Sie feierten freudig den Start in die Kampagne.

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Von unserem Redaktionsmitglied Anja Trapp

Das Wetter war zwar recht kühl, aber die ausgelassene Stimmung der Aktiven sorgte dafür, dass den Fans der fünften Jahreszeit warm ums Herz wurde. Zu den Klängen der Randstaatenkapelle zogen die Fahnenträger, Elferräte, Gardemädels und -jungs, Fürstlichkeiten und Prinzen der Rand- und Bundesstaaten sowie der Fuldaer Karneval-Gesellschaft (FKG) am Montagmorgen auf den Fuldaer Buttermarkt, um den Start in die närrische Zeit zu feiern.

Pünktlich um 11.11 Uhr schritt FKG-Prinzengardemajor Uwe Bornscheuer an die Konfettikanone und schoss – nein, nicht elf, sondern nur sieben Bollerschüsse ab. Zum ersten Mal lenkten auch die Adjutanten und das Prinzenmariechen ihre Schritte zur Kanone, um jeweils auch einen Schuss abzugeben.

Letzter Schuss für den Prinzen

Den elften und damit letzten Schuss gab der scheidende Prinz Markus Maurus Musikus LXXVIII. (Markus Günther) traditionell selbst ab. Der FKG-Präsident Michael Hampel betonte in seiner Begrüßung, dass dies ein feierlicher Anlass sei, aber auch ein Moment der Erinnerung und des Innehaltens, denn in den letzten zwei Wochen seien zwei Aktive der Sickelser Bürgerfastnacht leider verstorben.

Außerdem zeigte er sich überaus begeistert darüber, wie toll die Heimatstadt Fulda sei und was die Bürger und Verantwortlichen in diesem Festjahr geleistet hätten. Zum Schluss seiner Ansprache grüßte er alle Rand- und Bundesstaaten mit ihren jeweiligen Schlachtrufen.

OB Wingenfeld: Prinz überlebte alle Stürme

Der Schirmherr der Fulder Foaset, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) rief der Menge zu, wie wunderschön es sei, alle wieder hier gemeinsam zu sehen. An den Prinz gewandt äußerte er sich so: „Mit deiner Kampagne ist heute Abend Schluss“, um gleichzeitig den Prinzen auch zu danken.

Mit den Worten „Aus dem schönen Fuldaer Westen gehört ihr zu den Besten“ unterstrich er, dass Markus die Foaset und das Prinzendasein wahrlich gelebt habe. Mit einem Augenzwinkern und dem Hinweis, dass dieser Prinz alle Stürme überlebt hätte, ging er auch noch einmal auf den ausgefallenen Rosenmontag ein.

„Ich bin in Fulda verliebt“

„Hallo Fuldaer Feierbiester!“ So begrüßte Fuldas Prinz Markus Maurus Musikus LXXVIII. die Narrenschar. Besonders freue ihn, dass trotz eines Montag, so viele Aktive auf den Buttermarkt gekommen seien. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nehme er Abschied von seinem Prinzendasein.

Für ihn sei es eine unbeschreiblich schöne Zeit gewesen, und er sei mittlerweile auch über den ausgefallenen Rosenmontag hinweg gekommen, äußerte sich der Prinz. Er wünschte seinem Nachfolger alles Gute und ebenfalls eine wundervolle Zeit. Und traditionell endete der Vormittag mit Musik und Gesang – natürlich mit „Ich bin in Fulda verliebt“.

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