Mehr Besucher als bei Christmette: Friedensgottesdienst der Fuldaer Karnevalisten

Friedensgottesdienst der Fuldaer Karnevalisten in der Stadtpfarrkiche

17. Januar 2016
Fulda

Reime und Lacher im Gotteshaus – das gibt es nur einmal im Jahr: Zum Friedensgottesdienst der Fuldaer Karnevalisten versammelten sich Hunderte Narren in der Stadtpfarrkirche.

Stadtpfarrer Stefan Buß hatte die Tradition im vorigen Jahr von Pfarrer Werner Vogel übernommen. War Vogel damals noch Mitzelebrant, durfte Buß dieses Mal alleine ran – und meisterte die Aufgabe mit Bravour. „Das Feiern letzte Nacht steckt manchem noch in den Knochen“, scherzte der Stadtpfarrer. Er erinnerte an die christlichen Wurzeln der Fastnacht. Es sei wichtig, dass in der Kirche auch mal gelacht werde – aber bei aller Ausgelassenheit dürften nicht diejenigen vergessen werden, die am Rande der Gesellschaft stehen.

Zum Friedensgottesdienst kommen alle Randstaaten zusammen – entsprechend voll war die Stadtpfarrkirche. „So viele Menschen kamen nicht einmal zur Christmette“, erklärte Pfarrer Buß. Er wünschte, dass dies nicht nur zur Foaset so wäre: „Leider ist es so, dass die Menschen nur noch dann in die Kirche gehen oder beten, wenn sie in Not sind.“ Dabei sei es wichtig, Gott zu loben, zu preisen und zu danken. Er mahnte die Narren in seiner hervorragenden Predigt in Reimform, das Salz der Erde und das Licht der Welt zu sein. „Humor und Lachen kann die Welt verändern“, ist Buß überzeugt. / kir

Anzeige
Anzeige