Ohne künstliche Lichtquellen genießen: Sternschnuppen-Nacht von Sonntag auf Montag

10. August 2018
Wasserkuppe

In der Nacht vom 12. auf den 13. August werden unzählige Perseiden-Sternschnuppen am Himmel zu sehen sein. Der Sternenpark im Biosphärenreservat Rhön teilt hilfreiche Informationen mit.

Sie lesen die Pressemitteilung des Sternenparks im Wortlaut:

Das Feuerwerk der Perseiden-Sternschuppen wird in der Nacht auf Montag, 13. August, seinen Höhepunkt erreichen. Aber auch in den Tagen davor und danach werden die Perseiden unterwegs sein. Mondlicht wird kaum stören, denn Neumond ist am 11. August und Vollmond erst wieder am 26. August.

Am allerwichtigsten ist: Je weniger künstliche Lichtquellen, desto mehr Sternschuppen und auch andere Wunder des nächtlichen Himmels!

Zu diesen Wundern zählen nach Sonnenuntergang zunächst die Planeten auf ihren elliptischen Bahnen um die Sonne. Mit Venus, Jupiter, Saturn und Mars hat der August gleich vier „Abendsterne“, die von Ost nach West durch den Südhimmel ziehen. Venus geht voran und verschwindet bereits gegen 22 Uhr unterm Westhorizont. Jupiter macht es ihr noch vor Mitternacht nach. Der wunderschön rubinrot glänzende Mars und der ihm nachfolgende Saturn lassen sich bis weit nach Mitternacht Zeit.

Im weiß wallenden Schleier der Milchstraße funkeln von Nordost nach Südwest über den Zenit hinweg die Sternbilder Perseus, Kassiopeia, Schwan, und Adler. Hinter dem Adler teilt sich der Schleier an einer dunklen Staubwolke im Weltall in zwei Zipfel, von denen der eine im Südosten zum Skorpion führt, der andere im Süden zum Schützen. Dort, in Richtung Schütze, ist 26 000 Lichtjahre entfernt das Zentrum unserer Milchstraße, ein so genanntes Schwarzes Loch.

Im Zenit des August-Nachthimmels bilden die hellen Sterne Wega, Deneb und Atair das so genannte Sommerdreieck. Andere markante Sterne zeigen die Himmelsrichtungen wie ein Kompass: Arktur im Westen, Antares im Süden, Polaris im Norden und der füllige quadratische Leib des Dichterpferds Pegasus im Osten.

Die eingangs erwähnten Sternschnuppen haben ihre „Quelle“ in Perseus (daher „Perseiden“), flitzen aber über den ganzen Himmel, und wohlgemerkt: Beste Perseidensicht hat man ohne künstlich Licht!