Umgestürzter Milchlaster: Bergung erst am späten Abend abgeschlossen (mit Video)

19. Februar 2020
A 7/Pilgerzell

Ein mit Milch beladener Lastwagen ist in der Nacht auf Dienstag auf der A 7 durch eine Leitplanke gekracht und anschließend eine rund 15 Meter tiefe Böschung hinab gestürzt. Der Fahrer wurde glücklicherweise nur leicht verletzt. Die Bergung des Lkw-Gespann dauerte bis zum späten Dienstagabend an.

Gegen 16.45 Uhr konnten die eigentlichen Bergungsarbeiten beginnen. Um den Laster aus der Böschung zu heben, wurden zwei Kräne benötigt. Deshalb kam es auf der A 7 zwischenzeitlich zu einer Vollsperrung. Um 22.30 Uhr war das Wrack dann geborgen, wie die Polizei am Mittwochmorgen berichtet.

Umsetzung der Kräne verursacht Vollsperrung

Damit die Kräne eingesetzt werden konnten, musste zunächst der Rest der im Tank verbliebenen Milch von einem Landwirt abgepumpt werden. „Der Laster wäre sonst zu schwer gewesen“, erklärte Polizeisprecher Patrick Bug. Als die Kranführer ihre Arbeit getan hatten, kam es durch die erneute Umsetzung der Kräne wieder zu einer kurzzeitigen Vollsperrung.

Verkehr seit den Morgenstunden eingeschränkt

Mit der Bergung des Lkw wurde bereits am Dienstagmorgen begonnen. Der Verkehr in Richtung Süden lief deshalb ab etwa 8.30 Uhr einspurig.

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Der Fahrer des Lkws, ein 34-jähriger Mann, war in der Nacht auf Dienstag auf der A 7 von Kassel in Richtung Würzburg unterwegs gewesen. Laut Polizei kam das Gespann kurz nach dem Parkplatz „Pilgerzell“ nach rechts von der Fahrbahn ab. Die Ursache dafür ist bislang unklar.

Lkw mit 23.000 Litern Milch beladen

Nachdem der Lastwagen die Leitplanke durchbrochen hatte und die Böschung hinunter gestürzt war, überschlug sich das Fahrzeug und blieb auf dem Dach liegen. Der leicht verletzte Fahrer aus Unterfranken konnte sich selbst aus dem Lkw befreien.

Der Tank des Lastwagens war laut Polizei voll beladen: mit 23.000 Litern Milch. Nach dem Unfall seien zwischen 6000 und 7000 Liter ausgetreten.

Am Fahrzeug und den Verkehrseinrichtungen entstand nach Schätzungen der Beamten ein Schaden von 265.000 Euro. / lio, akh

A 4 nach Auffahrunfall voller Legosteine

Wie die Polizei am Dienstag berichtet, führte zu geringer Sicherheitsabstand am Montag zu einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der A 4. Dabei wurden eine Person leicht verletzt und drei Lastwagen beschädigt - 200.000 Euro Sachschaden entstand. Weil sich die Ladung eines tschechischen Sattelzuges in Form von Lego-Bauklötzen über die Fahrbahn verteilte, war die A4 in Richtung Westen über mehrere Stunden voll gesperrt.

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