16. Hessischer Integrationspreis: „Runder Tisch der Religionen“ aus Fulda wird Zweiter

19. November 2019
Fulda/Wiesbaden

Die Hessische Landesregierung hat am Dienstag, 19. November, im Rahmen eines feierlichen Festaktes im Biebricher Schloss am Wiesbadener Rheinufer den Hessischen Integrationspreis 2019 verliehen. Der „Runde Tisch der Religionen“ aus Fulda wurde dabei Zweiter.

Gemeinsam mit vier anderen Projekten wurde der „Runde Tisch der Religionen“ aus Fulda ausgezeichnet. Der erste Platz geht an das Projekt „Meschugge – Der Hass, der uns spaltet, geht uns alle etwas an“, Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Offenbach e.V.

2012 ins Leben gerufen

Der „Runde Tisch der Religionen in Fulda“ wurde 2012 ins Leben gerufen. Er setzt sich aus 13 Gemeinden und Organisationen zusammen. Die religiöse Vielfalt der Stadt ist durch diesen Runden Tisch ebenso sichtbar wie Vertrauen, Verständnis und Wertschätzung zwischen den Religionen, die das Gremium fördert.

Der Runde Tisch ist sowohl ein Forum für alltagsrelevante als auch für theologische Themen auf lokaler und regionaler Ebene, die sich aus der religiösen Vielfalt in Fulda ergeben. Öffentliche Veranstaltungen fördern den interreligiösen Dialog, pflegen die Willkommens- und Anerkennungskultur und unterstützen so die gleichberechtigte Teilhabe.

Zwei Projekte teilen sich dritten Platz

Ebenfalls Zweiter wurde „Forum der Religionsgemeinschaften Dreieich“, „Rat der Religionen im Kreis Gießen“, „Rat der Religionen Frankfurt“ und „Runder Tisch der Religionen Kassel“. Den dritten Platz teilen sich die Projekte „Gemeinsam – יחד - معا “ der Jüdischen Gemeinde Marburg e.V. und der Islamischen Gemeinde Marburg e.V. sowie „Ich bin eine Muslima – Haben Sie Fragen?“, Lajana Imaillah Deutschland, Frankfurt.

51 Bewerbungen

Sozial- und Integrationsminister Kai Klose gratulierte den Gewinnern: „Insgesamt sind in diesem Jahr 51 Bewerbungen mit außerordentlich spannenden Projekten eingegangen. Sie alle beweisen, dass Bürgerinnen und Bürger aller Glaubensrichtungen und Weltanschauungen in Hessen einander kennenlernen, voneinander lernen und miteinander in den Dialog treten wollen“, so Klose.

„Auch in diesem Jahr ist es der Jury gelungen, mit ihrer Auswahl viele Facetten des spannenden Leitthemas abzubilden. Die ausgewählten Projekte zeigen, in welchem außergewöhnlichem Maße sich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund für den interreligiösen Dialog engagieren“, sagte der Sozial- und Integrationsminister weiter. / sec

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