200 Schüler präsentieren Theaterstücke zum Thema Wandel

15. Februar 2020
Fulda

Das Finale der 32. Schultheatertage hat am Freitag im Schlosstheater stattgefunden. Über 200 Schüler präsentierten dabei Stücke zum Thema Wandel, die sie in den vergangenen drei Tagen in ihren Schulen einstudiert hatten.

Von unserem Redaktionsmitglied Alina Hoßfeld

„Politikwandel, Strukturwandel, Lebenswandel, Bedeutungswandel, demografischer Wandel oder schlafwandeln. Das Wort Wandel hat viele Bedeutungen“, erklärte Constanze Schneider, Fachberaterin für Kulturelle Bildung am Staatlichen Schulamt Fulda, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Torsten Bartsch die Schultheatertage organisiert und das Finale im Schlosstheater moderierte. „Wandel kann positiv oder negativ sein. Die Welt ist im permanenten Wandel. Nicht jeder Wandel ist gut. Man muss überlegen, mitzugehen oder sich dagegen zu stellen“, sagte Bartsch.

Initiator lobt Improvisationstalent

Die Darbietungen der Schüler bestanden unter anderem aus Tanz-Choreografien zu Musik. Oft ging es darum, wie sich Menschen verändern. So zeigte etwa die Ottilienschule das Thema Evolution: vom Affen bis zum heutigen Menschen, der nur mit seinem Handy beschäftigt sei. Die Florenbergschule betonte in ihrer Darbietung, wie sie sich eine bessere Welt vorstellt, eine Welt mit mehr Krankenhäusern, weniger CO2-Ausstoß und ohne Buschbrände in Australien. Und die Sechstklässler der Lüdertalschule thematisierten – ähnlich wie die Dieffenbachschule aus Schlitz – die Nacht. Dabei wurden sie von dem Clown „Es“ aus dem Schlaf gerissen.

Nach den elf Schülerdarbietungen traten die Lehrenden gemeinsam in einem Stück auf, das sie „Nur mal schnell die Welt retten“ nannten. „Das war ein sehr anspruchsvolles Thema. Was die Kinder daraus in den vergangenen drei Tagen gemacht haben, ist super“, sagte Dr. Michael Imhof, der die Schultheatertage 1986 initiiert hatte. „Die Kinder haben sich das alles ausgedacht, gemeinsam erarbeitet und kein bereits vorhandenes Stück nachgespielt. Da gehört auch ein bisschen Improvisationstalent dazu. Es ist wichtig, den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich auf so einer großen Bühne auszuprobieren – und das haben sie großartig gemacht“, fügte Imhof an.

„Alles was fließt, steckt im Wandel“

Er ging zudem besonders auf die vielen Choreografien und Tanzdarbietungen der Teilnehmer ein: „Alles was fließt, steckt im Wandel. Das konnten die Kinder in den vielen Stücken gut zum Ausdruck bringen.“

An drei Tagen hatten die Schülerinnen und Schüler an Workshops in ihren Schulen teilgenommen, die von Schauspielern und Theaterpädagogen geleitet wurden. Vor der Aufführung am Freitag im Schlosstheater hielten Ehrengäste Grußworte.

Inklusive Nachgespräch: Judas - Monolog mit Samuel Koch im Schlosstheater

Mit kahl rasiertem Schädel gibt Samuel Koch dem Schreckens- und Leidensmann Judas Gesicht und Stimme. Der Schauspieler präsentiert den Bühnenmonolog von Lot Vekemans, eine der wichtigsten Stimmen der niederländischen Gegenwartsdramatik, über den Mann, der als Verräter von Jesus Christus in die Geschichte eingehen sollte, am Dienstag, den 11.

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