850-Jahr-Feier in Hauswurz: Hunderte Teilnehmer auf historischem Spaziergang

25. Mai 2015
Hauswurz

Von 1684 nach 1945, von 1751 nach 1974 – im Laufschritt ging es am Samstag durch die Dorfgeschichte von Hauswurz. Zur 850-Jahr-Feier hatten die Heimat- und Geschichtsgruppe und die Theatergruppe einen historischen Spaziergang organisiert. 350 Interessierte machten sich mit auf den Weg.

So abwechslungsreich wie die Geschichte des Ortes im Vorderen Vogelsberg ist, so unterschiedlich war die Stimmungslage an den elf Stationen des Spaziergangs: Da ging es zum Beispiel lustig zu, als Pfarrer Thomas Weitzel am inzwischen versiegten „Herrnbörnje“ (Herrenbrunnen) von den Jungen und Mädchen im Publikum wissen wollte, wo denn eigentlich die Kinder herkommen. In Hauswurz wurde den Kindern früher nämlich weisgemacht, dass die Babys aus eben jenem Herrnbörnje hinter dem Pfarrhaus kämen. Die Antwort heutzutage laute natürlich: „Aus dem Krankenhaus“, offenbarte der Pfarrer unter Lachen und Beifall der Zuhörer.

Ernsthaft und nachdenklich wurde es am Mahnmal an der Kirche, das an die Zerstörung Hauswurz’ zum Kriegsende am 31. März 1945 erinnert, und am alten Friedhof, der bis 1954 genutzt wurde.

Auf höchst unterhaltsame Art wurde über die Schulen im Ort berichtet. Denn an drei verschiedenen Orten standen seit 1684 Schulhäuser. Matthias Faust schlüpfte in die Rolle des Lehrer Schickel und berichtet an der heutigen Bushaltestelle, wo bis 1974 die dritte Schule stand, über Prügelstrafe, große Klassen und fehlenden Englischunterricht.

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