Abschlusspräsentation der Schultheatertage: Musik, Schatten und Statuen

Abschlusspräsentation der Schultheatertage: Musik, Schatten und Statuen

06. Februar 2014
fulda

"Barock rockt" und die Abschlusspräsentation der 26. Fuldaer Schultheatertage (FSTT) tat es auch, denn die zu dem ausgefallenen diesjährigen Motto im Schloss-theater gezeigten "Mini-dramen" erhielten viel Beifall – und das zu Recht.

Die von der Organisatorin der FSTT, Constanze Schneider (Fachberaterin für Kulturelle Bildung am Staatlichen Schulamt Fulda), gestellte Aufgabe, eine das Stadtbild von Fulda prägende Epoche einzufan-gen und mit heute zu verbinden (neudeutsch: verlinken) wurde von den rund 200 Schülerinnen und Schülern aus elf Schulen der Region mit höchst unterschiedlichen Theatermitteln gelöst.

Im Verlauf des zweistündigen Theatermarathons im voll besetzten Schlosstheater wurde das überzeugend umgesetzt, was vor dem offiziellen Beginn nach Albert Einstein zitiert wurde: "Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." Unerschöpflich schien die Kreativität der Nachwuchsmimen zu sein, aber auch die der Workshopleiter, die zu dem Bühnengeschehen führte, das oft mit spontanem Beifall bedacht wurde.

Natürlich gibt es bei den FSTT kein papierraschelndes Theater, sondern in gerade mal drei Tagen gemeinsam ersonnene Spielszenen und Choreografien, die ganz unterschiedliche Aspekte der barocken Epoche in den Fokus nahmen. Die Politik zuerst: Vom Leben der armen Leute erzählte die erste Produktion mit Einbeziehung von Mitteln des Schattentheaters. Einige Produktionen stellten den Adel, die Herren und Herrscher in den Mittelpunkt, in fantasievollem Outfit mit stets überraschenden Wechseln, wenn die Brücke von früher zu heute geschlagen wurde. Egal, was die jungen Leute von der Klasse 1 bis zur Klasse 12 auf die Bretter brachten, die für zehn Minuten die Welt bedeuteten – sie taten es souverän und mit viel Theaterlust.

Wichtig war der Einsatz der Musik, mal war es ein Bach-Präludium, mal Vivaldi, mal ein Concerto grosso und allerlei Crossover mit viel Perkussion. Nicht zu vergessen: Gerappt wurde auch. Barocktheater wurde zur Freude der Zuschauer cool modernisiert. Um die Kunst, sowohl die Malerei wie die Bildhauerei, ging es in mehreren Produktionen.

Besonders starken Beifall erhielten die Pädagogen, eine mobile steinerne Statuengesellschaft, die mit einem wirkungsmächtigen Gruppenbild einen aussagekräftigen Schlusspunkt setzte. Leider kann bei einer solche Großveranstaltung keine Einzelbewertung vorgenommen werden, was auch den Zielen der FSTT widersprechen würde.

Die aber sollen auch im nächsten Jahr wieder stattfinden, weil in einer Art "Vorspiel auf dem Theater" die Vertreter der Sponsoren auch künftig ihre finanzielle Unterstützung zusagten – zur Freude der Organisatorin, aber auch aller Theaterfreunde. Die Zuschauer applaudierten Helmut Schäfer (Sparkasse Fulda) und Marion Frohnapfel, die die Stadt und den Landkreis Fulda vertrat. Organisatorische Unterstützung versprach Claudia Hümmler-Hille vom Verein Zukunft Bildung.

Uneingeschränkt kann man Constanze Schneider zustimmen, als sie alle Teilnehmer lobte: "Das habt ihr gut gemacht!"

Teilnehmer:

An der Abschlusspräsentation der 26. Fuldaer Schul-theatertage haben teilgenommen: Grundschule Eichenzell Klasse 4 mit Workshopleiterin Laura Parker; Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule Großenlüder Klassen 1 - 7 mit Jessica Stukenberg; Von-Galen-Schule Eichenzell Theater-AG Klasse 5 - 9 mit Oliver Nedelmann; Wernher-von-Braun-Schule Neuhof mit Nadja Soukup; Bardoschule Fulda Klasse H7a mit Dorothee Bretz; Mittelpunktschule "Hohe Rhön" Hilders Klasse 7Rb mit Tina Wittholm; Wigbertschule Hünfeld Klasse 7 mit Christoph Gottwald; Marienschule Fulda Klasse 9b mit Kajetan Skurski; Winfriedschule Fulda Klasse 10 mit Barbara Gottwald; Rabanus-Maurus-Schule Fulda Klasse 10 mit Anton Faust; Marianum Fulda Deutsch-LK Klasse 12 mit Henri Weise; die Lehrerinnen und Lehrer mit Dorothee Bretz. / gn