Ausstellung auf dem Uniplatz: Ahmadiyya-Gemeinde klärt über den Islam auf

17. Juli 2019
Fulda

Vorurteile über den Islam abbauen und mit den Fuldaern ins Gespräch kommen – das ist das Ziel einer Ausstellung auf dem Universitätsplatz. Noch bis Samstag präsentiert sich dort die Ahmadiyya-Gemeinde.

Seit Mittwochvormittag hat die Ausstellung geöffnet. „Die Resonanz ist bisher sehr gut. Wir haben viele anregende Gespräche geführt“, sagt Masood Ahmad von der Fuldaer Ahmadiyya-Gemeinde. Die Religionsgemeinschaft gilt als liberal innerhalb des Islam. In Fulda gehören der Gemeinde 500 Menschen.

Bei der Ausstellung wird unter anderem die Geschichte des Islam allgemein, aber auch der Ahmadiyya speziell erklärt. Außerdem geht es um Themen wie die Stellung der Frau im lslam, den Begriff Dschihad oder die Heiligen Stätten des Islam. „Wir wollen mit den Bürgern ins Gespräch kommen und zeigen, dass auch wir ein Teil der Fuldaer Gesellschaft sind“, sagt Masood Ahmad. Unterstützung erhält die Fuldaer Gemeinde von der Zentrale in Frankfurt, die etwa Theologen für die tiefergründigen Glaubensfragen abgesandt hat.

Einer davon ist Intisar Ahmad. Er erläutert die Hintergründe der Ausstellung: „Der Islam wird in der öffentlichen Debatte oft nur mit Terror und Extremismus in Verbindung gebracht. Wir wollen zeigen, dass wir zwar einen anderen Glauben haben, aber genauso ticken wie alle anderen Menschen.“

Die Ausstellung hat bis Samstag, 20. Juli, täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet. / kir

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