Anna und Lisa Hahner brechen Trainingslager in Äthiopien ab

20. März 2020
Sululta

Gute Laune und Zuversicht sind seit jeher Trumpf bei Anna und Lisa Hahner. Eine gewisse Niedergeschlagenheit macht sich in Zeiten der Corona-Pandemie aber selbst bei den Marathonläuferinnen aus Nüsttal-Rimmels breit. Das Trainingslager in Äthiopien brechen sie ab, Olympia rückt in weite Ferne.

Von unserem Redaktionsmitglied Angelika Kleemann

„Wir haben die Flüge zum frühstmöglichen Zeitpunkt umgebucht und können nun am Samstag nach Deutschland zurückkommen“, berichtet Anna Hahner per Sprachnachricht über Whats-App. Bis dahin trainieren die beiden Marathonläuferinnen des SSC Event Teams Berlin noch voll weiter, auch wenn es sehr unsicher sei, wie die Lage im Frühjahr sein wird.

„Dass ein offizieller großer Marathon stattfindet, ist quasi ausgeschlossen. Und dass die Olympischen Spiele stattfinden, halte ich für sehr unwahrscheinlich“, mutmaßt die 30-Jährige.

Große Unsicherheit

Nach Alternativtraining im Schnee von Norwegen und dem Trainingslager in Neuseeland wollten sich Anna und Lisa Hahner im 2800 Meter hoch gelegenen Sululta – eine dreiviertel Stunde entfernt von Adis Abeba – den letzten Schliff holen, um bei einem der großen Frühjahrsmarathons in Wien oder Hannover die Olympia-Norm von 2:29:30 Stunden klar zu unterbieten.

Jan-Philip Glania will fit bleiben für Olympia - aber wo und wie?

Von unserem Redaktionsmitglied Harry Wagner „Ich weiß nicht, wo ich jetzt noch hin soll", betont der 31-Jährige und setzt seine Hoffnungen darauf, in einem anderen Olympiastützpunkt unterzukommen, sollte er in Frankfurt nicht weitertrainieren dürfen. Das Trainingslager auf Fuerteventura war das letzte geregelte Ereignis im Schwimmerleben von „JP".

Das Ziel? Sich eines der drei Olympiatickets für die Spiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) zu sichern. Daraus wird nichts, denn alle großen Marathons sind mittlerweile abgesagt worden. Wie lange die Corona-Pandemie anhält, wie es mit dem Training weitergeht, wann Wettkämpfe stattfinden können – die Unsicherheit ist bei allen Sportlerinnen und Sportlern wohl gleich groß.

Raus aus Äthiopien

Das auch die Austragung der Olympischen Spiele. „Es kommen jeden Tag gefühlt neue Nachrichten. Deshalb heißt es, erst einmal abwarten, aus Äthiopien rauskommen, bevor das Land die Grenzen dicht macht“, sagt Anna Hahner.

Olympia, ja oder nein? Ungewissheit raubt Sara Gambetta die Motivation

Von unserem Redaktionsmitglied Angelika Kleemann Trainieren darf die gebürtige Rimbacherin zumindest, das ist schon einmal die gute Nachricht. „Athleten des Perspektiv- und Olympiakaders dürfen auf die Anlage", berichtet Sara Gambetta. Deshalb sei die Sportstätte in Halle viel leerer als sonst.

Sprinter Michael Pohl hadert nach zwei Fehlstarts mit verpasster Meisterschaft

Der Schlüchterner Michael Pohl (60 Meter) und der Ehrenberger Severin Zentgraf (60 Meter Hürden) haben am ersten Tag der 67. Deutschen Hallen-Meisterschaften der Leichtathleten in Leipzig die osthessischen Farben hoch gehalten. Pohls Finale war an Spannung kaum noch zu überbieten. Zentgraf lief persönliche Bestleistung.

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