Weiße Weihnachten? Meteorologe: „Größte Chancen in der Rhön“

18. Dezember 2016
Region

Entweder es regnet, oder es schneit: So lauten derzeit die beiden möglichen Wettervorhersagen für die Weihnachtstage. Das sagt zumindest Meteorologe Dominik Jung. Er lässt somit auf weiße Weihnachten hoffen – obwohl es derzeit überhaupt nicht danach aussieht.

Das vielfach graue und teils feuchte Schmuddelwetter bleibe auch in den kommenden Tagen bestehen, erklärt der Experte des Portals wetter.net. Es bleibt in den nächsten Tagen frei von Dauerfrost. Nächste Woche gibt es vor allem im Osten einen kleinen Streifschuss der sibirischen Kälte.

Dort könne es vorübergehend auch mal tagsüber leicht frostig sein. „Zu Weihnachten und Silvester scheint sich die eisige Frostluft aus Sibirien bei uns weiterhin nicht durchsetzen zu wollen“, so Jung. Allerdings: Um Weihnachten herum scheint es, als würde sich etwas zu tun.

Es besteht Hoffnung auf weiße Weihnachten

Genau an Heiligabend könnte ein Tief mit Niederschlägen aufziehen. „Dabei würde Regen, aber auch Schnee fallen“, sagt Jung. Dies sei allerdings nur ein erster Trend. Eine ordentliche Prognose für Weihnachten sei derzeit noch nicht möglich. „Ein, zwei Grad Unterschied können da einen großen Unterschied ausmachen.“

Dennoch: Auf weiße Weihnachten besteht Hoffnung. „Richtung Weihnachten scheint Bewegung in die Wetterküche zu kommen“, präzisiert Jung. „Am Donnerstag ziehen aus Westen Regen, in mittleren und höheren Lagen auch Schneefälle auf. Aber die Schneefallgrenze scheint dann wieder rasch anzusteigen, denn es wird auch im Westen wieder etwas milder.“

Vorsicht: Glättegefahr!

Die Feiertage dürften dann also eher mild statt eisig kalt werden. „Ich lege mich mal fest: Weiße Weihnachten wird es in Deutschland in diesem Jahr im Flachland mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht geben“ erklärt der Diplom-Meteorologe. „Die besten Chancen auf weiße Weihnachten gibt es in höheren Lagen, wie denen in der Rhön.“ Höchstwahrscheinlich, so Jung, werde es nicht so mild wie im vergangenen Jahr, als in Fulda in den Feiertage Temperaturen von um die 10 Grad gemessen wurden.

Über 500, 600 Meter können die Niederschläge durchaus als Schnee runterkommen“, sagt der Wetterexperte im Gespräch mit unserer Zeitung. In den flacheren Regionen in Osthessen erwartet Jung Temperaturen von knapp über die Gefrierpunkt. Vor allem nachts sowie in den frühen Morgen- und in den späten Abendstunden ist also aufgrund von Glättegefahr besondere Vorsicht auf den Straßen angebracht. / kbk, sar