Aufklärung statt Knöllchen: Kontrollen des Ordnungsamtes in Zeiten des Coronavirus

27. März 2020
FULDA

Abstand halten, keine Ansammlungen von mehr als zwei Personen und mit den Kindern nicht auf den Spielplatz gehen – das Ordnungsamt der Stadt Fulda prüft zurzeit, ob die erlassenen Regeln von Bund und Land auf öffentlichen Plätzen eingehalten werden. Dafür hat die Ordnungspolizei in Teilbereichen die Kontrollen von Falschparkern zurückgefahren.

Von unserem Redaktionsmitglied Jacqueline Kleinhans

Fulda hält sich an die Regeln, wie der Pressesprecher der Stadt, Johannes Heller, deutlich macht: „Das Ordnungsamt stellte am vergangenen Mittwoch noch vereinzelte Ansammlungen im öffentlichen Raum fest – gerade auf den Spiel- und Sportplätzen.

Mit jedem Tag hielten sich die Fuldaer allerdings konsequenter an die Regelungen. Seit Samstag gab es keine Beanstandungen mehr.“ Täglich sind die Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Einsatz und stehen Bürgern auch für Fragen zur Verfügung.

Aufklären und informieren

Aufklären und informieren: Darum geht es laut Heller. „In bestimmten Einzelfällen wird aber auch die Einleitung eines Bußgeldverfahrens geprüft – zum Beispiel falls jemand auf die Idee kommen sollte, in den kommenden Tagen eine Grillparty im Schlossgarten zu veranstalten.“

Es werden weniger Knöllchen geschrieben

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes arbeiten zurzeit im gleichen Umfang wie vor der Corona-Krise. Da sie nun aber kontrollieren, ob die Corona-Verordnungen eingehalten werden, stehen, so Heller, „derzeit die personellen Ressourcen für die Verkehrsüberwachung nicht im gewohnten Umfang zu Verfügung“.

Mit anderen Worten: Es werden weniger Knöllchen geschrieben. „Die verkehrlichen Regelungen für den ruhenden und den fließenden Verkehr gelten jedoch in uneingeschränktem Umfang weiter“, sagt Heller.

660.000 Euro durch Überwachung des ruhenden Verkehrs

Ob die Stadt in diesem Jahr durch weniger Verkehrssünderkontrollen auf Einnahmen verzichten muss, kann der Pressesprecher noch nicht sagen. Im vergangenen Jahr nahm die Stadt rund 660.000 Euro durch die Überwachung des ruhenden Verkehrs und 880.000 Euro aus der Kontrolle des fließenden Verkehrs ein.

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