Auszeichnung für Bürgerengagement – mehrere Gewinner aus der Region

05. Dezember 2019
Wiesbaden/Region

In Wiesbaden hat am Donnerstag der hessische Sozialminister Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen) 17 Auszeichnungen für soziales Bürgerengagement verliehen – darunter waren drei Einzelpersonen aus Fulda und Hosenfeld sowie ein Verein aus Poppenhausen.

An neun Gruppen und acht Einzelpersonen hat Sozialminister Klose am Donnerstag – am Internationalen Tag des Ehrenamts – in Wiesbaden die Landesauszeichnungen für soziales Bürgerengagement übergeben. „Wer sich engagiert, will unser Gemeinwesen aktiv mitgestalten und etwas für seine Mitmenschen tun“, betont er. „Ihr Engagement ist ein Zeichen für gesellschaftliche Mitbestimmung durch konkretes Handeln.“

Bei den Einzelpersonen haben drei Engagierte aus dem Landkreis Fulda gewonnen.

Monika Krah

In Hosenfeld-Blankenau wurde ein ehemaliges Altenheim zu einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge mit einer Kapazität von bis zu 75 Plätzen umfunktioniert. Relativ schnell bildete sich ein kleiner Kreis von engagierten Personen, die sich von Beginn an um die Flüchtlinge und deren Integration vor Ort und vor allem im Ort bemühten. Monika Krah war von Beginn an unermüdlich im Einsatz und ist das bis heute. Mit ihrem Engagement hat sie auch maßgeblich zur Umsetzung vieler Projekte und Aktionen beigetragen.

Margot Kraft

Obwohl Margot Kraft keine Angehörigen im Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Hosenfeld hat, engagiert sie sich seit über fünf Jahren täglich dort, um ehrenamtlich und unentgeltlich die dort lebenden Menschen zu betreuen. Sie geht mit den Bewohnerinnen und Bewohnern spazieren, singt mit ihnen, liest ihnen vor, hilft beim Essen oder unterhält sich ganz einfach nur mit ihnen. Durch die tägliche Anwesenheit von Frau Kraft werden nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner unterhalten und umsorgt, sondern auch das Pflegepersonal und die Angehörigen unterstützt.

Neben diesem täglichen Engagement im Alten- und Pflegeheim engagiert sich Kraft darüber hinaus in der Kirchengemeinde, im Landfrauenverein und hat viele Jahre die örtliche Backgemeinschaft als „Backfrau“ geführt.

Hanns-Uwe Theele

Hanns-Uwe Theele gründete im Jahr 2002 eine MS-Selbsthilfegruppe, die er bis 2016 leitete und deren monatliche Treffen von ihm organisiert wurden. In den Treffen wurden Erfahrungen und Tipps rund um die Diagnose MS ausgetauscht. Auf diese Weise konnte er in den vielen Jahren sehr vielen Betroffenen Unterstützung anbieten und ein wichtiger Ratgeber sein.

2009 engagierte er sich mit großem Erfolg für eine Initiative, die sich bis heute für mehr Barrierefreiheit in der Stadt und im Landkreis Fulda einsetzt. Im Jahr 2011 führte Theele diese Initiative mit großem persönlichen Einsatz zur Vereinsgründung der IGbFD (Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda), dessen erster Vorsitzender er seit dieser Zeit ist. Aktuell hat der Verein 190 Mitglieder.

Bei den Gruppen hat aus unserer Region der Verein „Leben & Arbeiten in Poppenhausen“ abgeräumt.

Im Zentrum der Arbeit des Vereins „Leben und Arbeiten in Poppenhausen“ steht die Zielsetzung, Menschen mit einer Behinderung und mit Hilfebedarf in die Gemeinde Poppenhausen zu integrieren und sie als Gemeindemitglieder aktiv dort einzubinden. Mit seinem Engagement fördert und begleitet der Verein die Inklusion von Menschen mit Behinderung in das Gemeindeleben von Poppenhausen und stärkt damit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben jedes Einzelnen.

Insgesamt 135 Bewerbungen

Die Landesauszeichnung „Soziales Bürgerengagement“ wurde zum 17. Mal verliehen. In diesem Jahr lagen der Jury 135 Bewerbungen vor. Die Geehrten erhalten neben der Auszeichnung in Form einer Skulptur auch ein finanzielles Dankeschön in Höhe von 300 Euro für ihren Verein oder Organisation. / jev

Anzeige
Anzeige