Bischof Gerber empfängt Katholikenrat-Vorstand zum Gespräch

17. September 2019
Fulda

Bei einem Treffen des Vorstands des Katholikenrates mit Bischof Dr. Michael Gerber, sprachen die Anwesenden laut einer Pressemitteilung hauptsächlich über die Pfarrgemeinderatswahlen am 9. und 10. November. Weitere Themen waren die Herbstvollversammlung des Katholikenrates und die Fortschritte im Bistumsprozess.

„In Zukunft wird es darauf ankommen, aus den Pfarrgemeinderäten Entscheidungsgremien zu machen, um die pastoralen Herausforderungen gemeinsam anzugehen“, betonte Bischof Gerber bei dem Gespräch.

„Pfarrgemeinderäte werden immer mehr zu Verantwortungsträgern, die die Pfarrei als Netzwerk begreifen und komplexe Kommunikation gestalten können“, betonte Steffen Flicker, der Vorsitzende des Katholikenrates.

Wichtiger Entwicklungsprozess

Im Pfarrgemeinderat würden zunehmend die Interessen der unterschiedlichen Gruppen, Einrichtungen, aber auch der Kirchorte einer Pfarrei zur Sprache kommen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Entsprechend betonte der Bischof: „Pfarrgemeinderäte sind mir sehr wichtig. Wir befinden uns in einem Entwicklungsprozess, in dem es darauf ankommt, Erfahrungen und die damit verbundenen Reflexionen und Emotionen zu kommunizieren.“

Pfarrgemeinderäte als Vermittler

Kirche solle dabei als Heimat erfahren werden und zugleich als ein Ort, an dem Menschen neu zum Glauben an Jesus Christus finden. „Pfarrgemeinderäte sollen solche Prozesse vor Ort anstoßen“, sagte Bischof Gerber.

Es komme darauf an, Menschen mit ihren Fragen wahrzunehmen, die sie an die Kirche stellen. Hierzu sei ein aufmerksames Zuhören und die Haltung der Offenheit gefordert, gerade auch von den neuen Pfarrgemeinderatsmitgliedern, heißt es in der Mitteilung des Katholikenrats weiter.

Suche nach Kandidaten schwierig

Für die Vorbereitung der Pfarrgemeinderatswahl werden demnach derzeit in allen Pfarreien der Diözese Kandidaten gesucht. „Nicht immer wird es möglich sein, Menschen für eine komplette Amtsperiode von vier Jahren im Pfarrgemeinderat zu gewinnen“, erklärte Flicker. Deshalb sollen zukünftig neben den Gewählten auch weitere Menschen mit Begabungen gewonnen und für einzelne Projekte begeistert werden, sagte er. /han