Bluttat in Künzell: Mordprozess gegen Mann nach Messerstichen auf Ehefrau

10. Dezember 2019
Künzell

Nach tödlichen Messerstichen auf seine Ehefrau wird einem Mann aus Künzell von Dienstag (15 Uhr) an am Landgericht Fulda der Prozess gemacht. Der 55-Jährige ist angeklagt wegen Mordes.

Er soll am 14. Juni seine arglose Frau (52) unter dem Vorwand, sie zur Arbeit fahren zu wollen, in sein Auto gelockt haben. Im Wagen hatte der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft bereits fünf Messer deponiert. Nachdem sich seine Frau angeschnallt hatte und sie losgefahren waren, soll er den Wagen zu einem entlegenen Parkplatz gesteuert haben. Dort soll er sie mit fünf Messerstichen in Hals und Bauch getötet haben. Sie wurde nach der Tat ins Krankenhaus gebracht und starb während einer Not-OP. Die Ärzte konnten ihr nicht mehr helfen.

Zeugen riefen die Polizei nach der Messerattacke auf dem Parkplatz. Der Beschuldigte wurde in dem Auto neben seiner lebensgefährlich verletzten Frau sitzend von der Polizei festgenommen. Er leistete nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft keinen Widerstand. Laut Staatsanwaltschaft könnte Eifersucht das Motiv gewesen sein. / dpa

Frau mit Messer tödlich verletzt - Ehemann festgenommen

Nach den ersten Erkenntnissen hat ein 55 Jahre alter Mann aus Künzell seine drei Jahre jüngere Ehefrau auf einem Parkplatz in der Peter-Henlein-Straße mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt, teilte die Polizei mit. Die von Zeugen alarmierten Polizeistreifen trafen den Mann im Auto neben seiner schwer verletzten Frau sitzend an.

Mutmaßlicher Mörder aus Künzell hatte mehrere Messer im Auto versteckt

Von unserem Redaktionsmitglied Daniela Petersen „Es wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Wir sehen hier als Mordmerkmal die Heimtücke gegeben", erklärt Harry Wilke, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Fulda, auf Nachfrage unserer Zeitung. So habe der 55 Jahre alte Mann vorgetäuscht, seine drei Jahre jüngere Ehefrau zur Arbeit zu fahren, so wie er das häufiger getan habe.

Anzeige
Anzeige