Chaos im Bahnverkehr: Güterzug blockiert Gleise zwischen Fulda und Frankfurt stundenlang

09. Juli 2019
Region

Einige Pendler aus der Region, die mit der Bahn in Richtung Frankfurt reisen, werden am Dienstagmorgen wohl ziemlich Probleme gehabt haben. Ein technischer Defekt an einem Güterzug hatte dafür gesorgt, dass die Strecke etwa dreieinhalb Stunden gesperrt werden musste.

Von unserem Redaktionsmitglied Leon Schmitt

Gegen 5.30 Uhr ist die Strecke zwischen Fulda und Frankfurt beidseitig gesperrt worden, teilt eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Ursache dafür sei ein Güterzug gewesen, der wegen eines technischen Defekts auf den Gleisen bei Steinau an der Straße in Richtung Frankfurt stehengeblieben war.

Person im Gleisbett

„Wenig später schien es zunächst, als könne die Sperrung in Richtung Fulda aufgehoben werden“, berichtet die Bahn-Sprecherin weiter. Doch gegen 6.16 Uhr musste dann der Bahnhof in Bad Soden-Salmünster gesperrt werden.

Wie die Bundespolizei – ebenfalls auf Nachfrage dieser Zeitung – mitteilt, lag im Bereich des Bahnhofs eine Person im Gleisbett. Einsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei konnten die suizidgefährdete Person um 6.39 Uhr mitnehmen. Sie wurde anschließend in eine Psychiatrie nach Schlüchtern gebracht.

167 Minuten Verspätung

Nachdem die Beamten die Strecke wieder freigegeben hatten, konnten die Züge ab 6.48 Uhr wieder durch den Bahnhof rollen. Laut Bundespolizei hatten elf Züge wegen der Sperrung des Bahnhofs in Salmünster insgesamt 167 Minuten Verspätung.

Erst gegen 9 Uhr – als der Güterzug bei Steinau geborgen war – konnte die Strecke auch in Richtung Frankfurt wieder vollständig freigegeben worden. Es kam unterdessen zu Teilausfällen von Zügen, teilt die Bahn mit. Das heißt, dass einige Bahnhöfe und Haltestellen nicht angefahren werden konnten.

Fernverkehr über Gießen umgeleitet

Der Fernverkehr wurde nämlich weitgehend über Gießen umgeleitet, der Regionalverkehr über Aschaffenburg. Wie viele Züge von der längeren Sperrung betroffen waren, kann laut Bahn erst nach Auswertung der Statistik in den nächsten Tagen gesagt werden.

Über Suizidversuche berichtet unsere Zeitung ausschließlich in Fällen von besonderem öffentlichen Interesse. Grund dafür ist die Nachahmungsgefahr. Sind Sie selbst von Selbstmordgedanken oder Depressionen betroffen, wenden Sie sich bitte über das Info-Telefon unter (0800) 3344533 an die Stiftung Deutsche Depressionshilfe.