DAK Gesundheitsreport: Mehr Verletzungen und Rückenbeschwerden im Landkreis

12. September 2018
Fulda

Der Krankenstand im Landkreis Fulda und im Vogelsbergkreis ist 2017 gestiegen. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 0,3 Prozentpunkte zu. Mit 4,7 Prozent gab es in der Region einen höheren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (4,2 Prozent). Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1000 Arbeitnehmern 47 krankgeschrieben.

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für den Landkreis Fulda und den Vogelsbergkreis zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen. Fast jeder vierte Ausfalltag erfolgte aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen. Rückenschmerzen und Co. blieben auf Vorjahresniveau und rangieren damit weiter auf Platz eins.

Mehr Verletzungen und Atemwegserkrankungen

Einen deutlichen Anstieg um 18 Prozent gab es bei den Verletzungen wie beispielsweise Arbeitsunfällen. Auch bei den Atemwegserkrankungen wie beispielsweise Bronchitis stiegen die Ausfalltage um acht Prozent an. Sie belegen mit einem Anteil von fast 15 Prozent am gesamten Krankenstand den zweiten Platz. Die Fehltage bei den psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände stiegen leicht um zwei Prozent und belegen in der Region den dritten Platz. Weniger Menschen waren dagegen aufgrund Erkrankung des Verdauungssystems arbeitsunfähig.

2,3 Millionen Hessen leiden unter Rückenschmerzen

5000 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 Jahren wurden befragt: Trotz Prävention und zahlreicher Gesundheitskurse leiden in Hessen 2,3 Millionen Erwerbstätige unter Rückenschmerzen. Jeder Dritte hat aktuell Beschwerden. Auf 100 Erwerbstätige in Hessen entfielen rund 92 Fehltage wegen Rückenschmerzen. Im Landkreis Fulda und im Vogelsbergkreis ist dieser Wert identisch.

Durchschnittlich 12,3 Krankheitstage im Landkreis

Bei der durchschnittlichen Dauer je Krankschreibung lag die Region mit 12,3 Tagen leicht über dem Landesdurchschnitt (12 Tage). „Leider zeigt sich auch bei uns in der Region, dass es trotz eines verstärkten Engagements im Betrieblichen Gesundheitsmanagement noch keine signifikante Verbesserung gibt“, so Christian Beser. „Deshalb müssen wir gemeinsam mit Unternehmen das individuelle Arbeitsumfeld noch rückenfreundlicher gestalten.“ Die große Mehrheit in Hessen meldet sich mit Rückenschmerzen allerdings nicht krank. 89 Prozent gehen mit Schmerzen zur Arbeit.

Rücken-Coaching der DAK-Gesundheit

Als erste Reaktion auf die aktuelle Studie bietet die DAK-Gesundheit ihren Versicherten ab sofort ein neues onlinebasiertes Rücken-Coaching an. Unter dem Titel Rücken@Fit erhalten Betroffene eine verhaltensorientierte individuelle Hilfe bei akuten und chronischen Rückenschmerzen:

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Das Gesundheitsreport aus dem vergangenen Jahr zum Vergleich:

Report: Krankenstand im Kreis Fulda und im Vogelsbergkreis gesunken

Lesen Sie nachfolgend die Pressemitteilung der DAK-Gesundheit im Wortlaut: Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,1 Prozentpunkte ab. Mit 4,4 Prozent gab es in der Region einen höheren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (4,1 Prozent). Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1000 Arbeitnehmern 44 krankgeschrieben.