Video: Das Löhertor feiert Richtfest! Rohbau der neuen RhönEnergie-Zentrale fertig

09. November 2018
Fulda

Im April 2018 war der Grundstein gelegt worden, nun ist der Rohbau der neue Zentralen der RhönEnergie Fulda-Gruppe fertig. „Ein Meilenstein der Stadtentwicklung in Fulda“, freute sich die RhönEnergie, die am Freitag Richtfest feierte.

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Video: Gerhard Kniege

Zusammen mit den Bauarbeitern und geladenen Gästen aus Politik und Gesellschaft feierten die Projektpartner am Freitagnachmittag den „wichtigen Zwischenschritt auf dem Weg zur mehrstufigen Neuentwicklung des Löhertor-Quartiers“, erklärte die Rhön Energie in einer Pressemitteilung.

Der Einzug des Versorgers in das neue Gebäude ist für Herbst 2019 vorgesehen. Gerade einmal sieben Monate Bauzeit für den Rohbau, das sei ein beachtliches Tempo, unterstreicht Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda. Die Unternehmensgruppe wird Mieter dieses neuen Gebäudes am Rande der Fuldaer Innenstadt.

Drohnenbilder zeigen Löhertor-Abriss im Zeitraffer - Bebauungsplan beschlossen

„Richtungweisende Maßnahme", „Meilenstein für die Stadt", „prägendes Projekt" - Fuldas Stadtverordnete haben den Bebauungsplan Löhertor als Satzung beschlossen und damit grünes Licht für eines der größten Bauvorhaben überhaupt in Fulda gegeben.

„Wir freuen uns sehr auf unsere neue Zentrale“, sagte Heun am Freitag. Er sprach von einer großen Vorfreude auf das neue Miteinander. „Hier werden Mitarbeiter aus allen Bereichen der Gruppe unter einem Dach zusammen sein. Die kurzen Wege erleichtern die internen Abläufe und das ist natürlich auch von Vorteil für unsere Kunden.“ So langsam könne das Gebäude von der RhönEnergie in Besitz genommen werden. Dennoch stehe man vor großen Herausforderungen, denn ein Umzug aus vier Standorten fordere große logistische Leistungen.

Erfreut über den Fortschritt äußert sich auch Eva-Maria Greve von der Dr. Helmut Greve Bau- und Boden-Aktiengesellschaft (Hamburg). Deren Tochterfirma, die Dr. Helmut Greve Gesellschaft für Geschäfts- und Freizeitzentrum Fulda mbH & Co. KG, ist Bauherr. „Zum Richtfest gehört nicht nur die Freude über den Baufortschritt, sondern auch ein herzhafter Imbiss als Dank an alle, die an dem Bau beteiligt sind“, sagte Greve.

„Das Verwaltungsgebäude der RhönEnergie Fulda ist der erste Schritt der von uns geplanten zukunftsgerichteten Entwicklung des Löhertor-Quartiers“, erklärte Eva-Maria Greve. „In enger Abstimmung mit der Stadt Fulda werden wir an diesem exponierten, verkehrsgünstigen Standort eine Bebauung realisieren, die einen städtebaulichen Akzent setzt.“

Drohnen-Blick von oben: Das Löhertor verschwindet Stück für Stück

Die Bagger leisten ganze Arbeit: Das alte Löhertor-Center verschwindet Stück für Stück. Unsere Fotos, die mit einer Drohne aufgenommen worden sind, dokumentieren eindrücklich den Bau- beziehungsweise Abrissfortschritt.

Es sei bemerkenswert, wie schnell es in den vergangenen Monaten auf der Baustelle Löhertor vorangegangen sei, betont auch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU). Langsam spüre man bereits die besondere Atmosphäre des neuen Gebäudes. „Der Magistrat der Stadt Fulda freut sich, dass auf dem Gelände etwas Neues entsteht. Die Zentrale unseres Versorgers RhönEnergie Fulda wird das Quartier Löhertor deutlich aufwerten.“ Im Namen der Stadt Fulda dankte Dr. Wingenfeld den Projektpartnern für die gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen.

Wingenfeld betonte außerdem dass das Projekt Löhertor von großer regionaler Bedeutung sei. Trotz der Temperaturen, die der Sommer 2018 mit sich brachte, verdiene jeder, der mitgewirkt hat, großen Respekt für das Durchhaltevermögen. „Heute ist ein historisches Datum“, so der Oberbürgermeister, der darauf hofft, dass das neue Löhertor die Lebensqualität in der Stadt Fulda weiter bereichert.

„Ziel war es, ein modernes Gebäude für die RhönEnergie zu errichten“, erklärte Wolfgang Richter von der Baresel GmbH, dem Generalunternehmen des Projekts. Er vergleicht das Richtfest mit einem Fußballspiel: Die erste Halbzeit ist geschafft und wünschte alles Gute für die zweite Halbzeit.

Der Polier, Bernd Lanzinger, ließ bei seinem Richtspruch sowohl den Bauherrn, die Bauarbeiter, als auch das Gebäude selbst hochleben. Dabei wünschte er, dass das Gebäude niemals in Flammen aufgehe und kein Unglück geschehe. Für ihn ist das Richtfest immer ein besonderes Erlebnis, obwohl er in den letzten 30 Jahren bereits mehr als 15 Mal den Richtspruch reimte.

Städtebaulicher Akzent

Das an der Ecke Löherstraße/Bardostraße am Rande der Innenstadt entstehende Gebäude hat vier oberirdische Stockwerke plus Staffelgeschoss mit insgesamt rund 12.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. „Vielmehr müssen wir heute von einem Deckenfest sprechen, anstatt von einem Richtfest wegen des Staffelstockwerks“, merkte Eva-Maria Greve scherzhaft an.

Hier werden bald rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RhönEnergie Fulda-Gruppe arbeiten. Der Haupteingang befindet sich an der Ecke des Grundstücks gegenüber dem Kino. Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes werden unter anderem das Kundenzentrum der RhönEnergie Fulda und das Bistro des Unternehmens untergebracht.

In anschließenden separaten Bauabschnitten wird der Investor auf dem weitläufigen Gelände mehrere Gebäude zur gewerblichen und privaten Nutzung errichten, darunter ein Hotel. Die Investition der Firma Greve für das Gesamtquartier beträgt rund 100 Millionen Euro. Geplant ist die Fertigstellung bis 2021, bestätigte Eva-Maria Greve auf Nachfrage unserer Zeitung. / FZ

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