Deutsch-Französische Begegnung im Stadtschloss: Fuldaer Schüler treffen Gerneralkonsulin

14. Juni 2018
Fulda

Zum Französischen-Forum 2018 hat Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld zusammen mit Schülern aus Fulda die Französische Generalkonsulin in Frankfurt, Pascale Trimbach im Stadtschloss empfangen. Bei der Fragerunde mit den Schülern sind aktuelle Themen der deutsch-französischen Beziehungen und der europäischen Entwicklungen aus französischer Sicht diskutiert worden.

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„Europa steht vor neuen schwierigen Herausforderungen“, betonte Dr. Michael Imhof vom Verein Zukunft Bildung Region Fulda und fügte an: „Hierbei sind neue Impulse notwendig.“ Imhof verwies auf den französischen Präsidenten und Europabefürworter Emmanuel Macron. So warnte er „zu verharren wie das Kaninchen vor der Schlange“ und betonte „Sie, liebe Schülerinnen und Schüler, werden die neuen Botschafter dieses neuen Europas sein.“

Oberbürgermeister Wingenfeld, Schirmherr der Veranstaltung, betonte ebenfalls die Wichtigkeit des europäischen Gedankens und hob dabei den Stellenwert des transnationalen Austausches hervor – das Erlernen der Sprache sei dabei ein wichtiges Medium der Verständigung. „Ich möchte Sie ermutigen Französisch zu lernen, ich selbst habe einen schweren Fehler begangen, indem ich erst spät damit angefangen habe.“ Das Erlernen der französischen Sprache sei besonders wichtig, denn die Verbundenheit zwischen Frankreich und Deutschland sei eine besondere: „Wir teilen eine gemeinsame Kultur und Geschichte“ – umso wichtiger sei die individuelle Begegnung.

Mit einem Zitat von Robert Schumann führte die Französische Generalkonsulin in ihre Rede ein. Wie die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl ein historischer Moment gewesen sei, lebten wir heute wieder in einem historischen Moment: „Unser Kontinent steht vor neuen globalen Herausforderungen, die eine Neubegründung der Europäischen Union zu einer Notwendigkeit machen, um neue Perspektive bieten zu können.“ Die Ziele der Staatengemeinschaft sei heute noch dieselben wie damals – Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union und damit jedes einzelnen Mitgliedstaates. Nur die Mittel müssten anders gedacht werden, und eine neue Dynamik sei nötig. Schließlich ist „die EU das gemeinsame Gut der europäischen Bürgerinnen und Bürger.“ Gerade im Hinblick auf die anwesenden Schüler betonte Timbach, dass die Bildung der „Schlüssel der Zukunft“ sei. Insbesondere die Reformvorschläge des französischen Präsidenten griff sie dabei auf; zum Beispiel, dass jeder junge Mensch für sechs Monate im europäischen Ausland studieren soll.

In der anschließenden Fragerunde konnten Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule, des Marianums, der Rabanus-Maurus-Schule, der Winfriedschule und der Wigbertschule Fragen an die Französische Generalkonsulin stellen. Die Fragen reichten von den Unterschieden zwischen Franzosen und Deutschen bis hin zu ihrem Beruf und zu dem, was sie besonders aus Frankreich vermisse. Es wurde deutlich, dass die Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich nicht so groß sind, wie es oft pauschalisiert wird – gerade im außereuropäischen Ausland merke man dies, so die Generalkonsulin und bestätigte Wingenfeld mit der Aussage, dass die deutsch-französische Verbundenheit auch auf vielen kulturellen Gemeinsamkeiten gründet. Die Schüler stellten die Fragen auf Französisch, und Pascale Timbach antwortete ihnen mit klaren Positionen auf Deutsch.