Die Hitze schwindet, aber die Waldbrandgefahr bleibt

11. August 2018
Region

Mit Sonne und maximal 30 Grad dürfte den Hessen ein angenehmes Sommerwochenende bevorstehen. Allerdings ist es aufgrund anhaltender Trockenheit zu früh für eine Entwarnung. Denn die Waldbrandgefahr bleibt hoch und manchen Gewässern sinkt der Wasserstand bedrohlich.

Die Verschnaufpause vom Hitzesommer hält über das Wochenende erst einmal an. Vor allem der Samstag zeigt sich mit moderaten Höchsttemperaturen von bis zu 26 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in Offenbach mitteilte. Vereinzelt sind auch Schauer und starker böiger Wind im Norden möglich.

In der Nacht zum Sonntag kühlt es ab. Bei geringer Bewölkung herrschen zwischen 11 und 16 Grad. Am Tag scheint meist die Sonne. Es wird wieder etwas wärmer. Temperaturen liegen am Sonntag maximal zwischen 25 und 30 Grad. Schwacher Wind kommt aus überwiegend südlicher Richtung.

In der Nacht zum Montag ist es meist gering bewölkt und zumeist niederschlagsfrei. Die Temperaturen kühlen auf 14 bis 8 Grad ab. Am Tag wird es zunächst heiter in Hessen, nach und nach bilden sich aber von Westen her Wolken. Daher drohen am Nachmittag örtlich Schauer und Gewitter. Höchstwerte liegen nach Einschätzung der Meteorologen zwischen 26 und 31 Grad.

Trotz der Abkühlung besteht die Gefahr von Waldbränden weiterhin, wie Petra Westphal von Hessenforst mitteilte. Vor allem aufgrund der anhaltenden Trockenheit müsse man mit weiteren Bränden rechnen. Daher hat das Umweltministerium in Wiesbaden auch die zweithöchste Alarmstufe beibehalten. Die Alarmstufe A stellt sicher, dass besonders gefährdete Waldbereiche verstärkt überwacht werden. Laut Hessenforst gab es in diesem Jahr bisher 90 Waldbrände in Hessen. Im gesamten Vorjahr wurden 58 Waldbrände gezählt.

Indes wirkt die Hitze der vergangenen Tage trotz der vorübergehenden Abkühlung nach. So hatten etwa die Landkreise Gießen und Kassel wegen der anhaltenden Trockenheit die Wasserentnahmen aus allen Oberflächengewässern verboten. Grund seien die sinkenden Pegelstände an Bächen, Flüssen und Seen im Landkreis. Die Entwicklung gefährde Pflanzen und Tiere.

Mit Blick auf die mancherorts auftretende Trinkwasserknappheit hat der Landessportbund Hessen seine Mitgliedsvereine aufgefordert, mit Wasser umsichtig umzugehen. Gleichwohl gab es auch gute Nachrichten am Freitag. Nach den umfangreichen Verkehrsbehinderungen durch die Unwetter vom Vortag, gab es im Flug-, Bahn- und Autoverkehr am Freitag praktisch keine Probleme mehr. / dpa