Ehre für Hochschule Fulda: Prof. Dr. Karim Khakzar ist „Hochschulmanager des Jahres 2018“

06. Dezember 2018
Fulda/Berlin

Der Fuldaer Hochschulpräsident ist für seine herausragende Führungsleistung bei der Weiterentwicklung der Hochschule Fulda ausgezeichnet worden. Prof. Dr. Karim Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda, ist „Hochschulmanager des Jahres 2018“. Eine fachkundige Jury wählte den 58-jährigen Elektrotechniker aus sechs nominierten Finalisten für den Titel aus.

Das teilte die Fuldaer Hochschule mit. Heute, am 6. Dezember, wird im Rahmen der „Zeit“-Konferenz „Hochschule & Bildung“ in Berlin Prof. Dr. Karim Khakzar als Hochschulmanager des Jahres 2018 geehrt. Die Auszeichnung wurde am Mittwochabend (5. Dezember) am Vorabend der Konferenz beim „Presidents‘ Dinner“ verliehen.

Der Jury gehörten unter anderem die ehemalige Bundesbildungsministerin, Prof. Dr. Johanna Wanka, sowie die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Prof. Dr. Margret Wintermantel, an. Die vom CHE Centrum für Hochschulentwicklung und der Wochenzeitung „Die Zeit“ jährliche verliehene Auszeichnung ehrt Hochschulmanagerinnen und -manager, die mit außergewöhnlicher Führungsleistung die Entwicklung ihrer Hochschule geprägt und innovative Veränderungsprozesse initiiert haben.

Hochschule Fulda wird für eine der besten Gründungsideen ausgezeichnet

Bereits zum dritten Mal wurden gestern Abend im Rahmen des landesweiten Ideenwettbewerbs „Hessen Ideen" die besten Gründungsideen aus hessischen Hochschulen prämiert. Einer der Gewinner ist der Informatiker Martin Hanusch der Hochschule Fulda, der eine Software entwickelt hat, die Inhalte archiviert, dokumentiert und mit Bemerkungen versieht.

Khakzar leitet die Hochschule Fulda seit Dezember 2008. Seit August 2016 ist er Sprecher der Mitgliedergruppe der Fachhochschulen beziehungsweise Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und HRK-Vizepräsident. Bereits 2017 stand er im Finale des Wettbewerbs. 2013 war er erstmals für den Titel nominiert.

Auszeichnung für die ganze Hochschule

„Es ist eine große Ehre, aus einem Kreis so renommierter Persönlichkeiten ausgewählt zu werden“, freut sich Khakzar und fügt hinzu: „Auch wenn der Preis persönlich adressiert ist: Im Grunde ist es eine Auszeichnung für die ganze Hochschule und ihre Mitglieder. Die Entwicklung unserer Hochschule in den vergangenen zehn Jahren stellt eine große Mannschaftsleistung dar“.

Eine Person an der Spitze allein könne eine solche Entwicklung nicht bewerkstelligen. „Ich werde von meinem Präsidium großartig unterstützt und konnte stets auf eine sehr gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit allen Akteuren in den Fachbereichen, in den Gremien und in der Verwaltung bauen“, betont er.

Studentenwerk weiht Wohnheim „Magdeburger Straße" ein

Zum Semesterstart hat das Studentenwerk Gießen am Dienstag die Einweihung des neuen Studentenwohnheims „Magdeburger Straße" gefeiert.

Wissenschaftsminister Boris Rhein war ebenfalls hoch erfreut über die Auszeichnung für Prof. Khakzar und hob hervor, dass diesmal sogar zwei Persönlichkeiten aus Hessen in der letzten Auswahlrunde für den Hochschulmanager/die Hochschulmanagerin vertreten waren. Dies zeige, dass „die in Hessen geschaffenen hochschulrechtlichen Rahmenbedingungen und das darin eingebettete Modell der Hochschulautonomie gute Voraussetzungen für erfolgreiches strategisches Handeln der Hochschulen bieten“.

„Hochschule auf Kurs gebracht“

Khakzar habe die Hochschule in einer schwierigen Situation übernommen und auf Kurs gebracht, heißt es in der Jury-Begründung. „Mir ist wichtig, dass die Vernetzung innerhalb der Hochschule funktioniert“, erklärt der Fuldaer Hochschulpräsident und gibt einen Einblick, wie das gelungen ist:

Neues Wohnheim eingeweiht - Platz für 82 Studierende

Nach knapp einjähriger Bauphase hat das Studentenwerk Gießen am Dienstag zur offiziellen Einweihung von Haus 2 des Studentenwohnheims „Campusviertel" in Fulda eingeladen.

„Wir haben beispielsweise interdisziplinäre Studiengänge entwickelt, in die mehrere Fachbereiche involviert sind, und so den Vernetzungsgedanken gefördert.“ In der Forschung hätten fachbereichsübergreifende wissenschaftliche Zentren für gemeinsam erarbeitet Schwerpunktthemen die verschiedenen Fachdisziplinen zusammengebracht.

Diplomatisch und vermittelnd

Die Jury überzeugte diese konsequente Förderung interdisziplinärer Schwerpunkte. Sie stellt heraus: Khakzar „ist ein Diplomat, der auch in schwierigen Situationen ruhig und besonnen bleibt und zwischen unterschiedlichen Positionen vermitteln kann.“

Das Promotionsrecht für forschungsstarke Fachgebiete, das die Hochschule Fulda 2017 als bundesweit erste Hochschule für Angewandte Wissenschaften erhalten hat, zeige zudem, dass Khakzar auch bei hochschulpolitischen Veränderungen vorneweg gehe. „Wir haben die Forschung gezielt und strategisch ausgebaut. Das gipfelte schließlich in der Frage des eigenständigen Promotionsrechts“, erläutert Khakzar.

Großes Medieninteresse: 185 Plätze für Medizinstudenten in Fulda

Großer Bahnhof im Fuldaer Stadtschloss: der hessische Wissenschaftsminister, die Präsidentin der Universität Marburg, der Präsident der Hochschule Fulda, der Fuldaer Oberbürgermeister und der Sprecher des Vorstandes Klinikums Fulda haben am Dienstag eine Absichtserklärung unterschrieben. Damit werden künftig erstmals seit mehr als 200 Jahren wieder Mediziner in Fulda ausgebildet.

Ebenso würdigt die Jury, dass unter seiner Federführung erfolgreich Fördermittel im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Innovative Hochschule“ eingeworben wurden. Das aus diesen Mitteln geförderte Projekt Regionales Innovationszentrum für Gesundheit und Lebensqualität (RIGL)-Fulda bindet alle acht Fachbereiche der Hochschule und rund 70 regionale Praxispartner ein und verfolgt das Ziel, Ideen, Wissen und Technologien in den Bereichen Gesundheitsförderung, Ernährung, Lebensqualität und soziale Nachhaltigkeit in die Region zu transferieren. „Es ist bereits ein beachtliches regionales Netzwerk durch dieses herausragende Projekt entstanden“, betont Khakzar.

Campus fördert Vernetzung

Was dem Preisträger besonders am Herzen liegt und ebenso in die Jurybegründung einfloss, ist die Campusentwicklung aus baulicher Sicht. „Einen Campus mit hoher städtebaulicher Identität zu schaffen, das war mir ganz wichtig“, führt Khakzar aus. Schließlich sei die Hochschule ein Ort, an dem man sich viele Jahre aufhalte, und da müsse man sich wohlfühlen.

Ansonsten könne man nicht erfolgreich studieren, forschen und arbeiten. Die Jury richtete auch hier den Blick auf die Vernetzung: Auch mit der baulichen Entwicklung als Campus-Hochschule an einem Standort habe der Fuldaer Hochschulpräsident Brücken zwischen den einzelnen Disziplinen geschaffen.

Grundstein für Erweiterung des Fuldaer Hochschulcampus gelegt

Der Grundstein für die Erweiterung des Fuldaer Hochschulcampus auf dem Gelände der ehemaligen Mühle Heyl wurde am Montag gelegt. Das fertige Gebäudeensemble ist für den Fachbereich Pflege und Gesundheit sowie den Hochschulsport vorgesehen.

Während Khakzars Amtszeit hat sich die Studierendenzahl mehr als verdoppelt. Über 9500 Studenten sind inzwischen an der Hochschule Fulda eingeschrieben. Auch die Zahl der Beschäftigten ist in den vergangenen zehn Jahren gestiegen: von rund 390 auf mittlerweile fast 700.

Nominiert für die Auszeichnung waren außerdem: Michael Braun, Präsident der TH Nürnberg, Ludwig Hilmer, Rektor der Hochschule Mittweida, Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Universität Freiburg, Peter Sperber, Präsident der TH Deggendorf, und Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität in Frankfurt.

Zum Auswahlverfahren: Die Finalistinnen und Finalisten für den/die „Hochschulmanager/in des Jahres 2018“ werden in einem dreistufigen Verfahren ermittelt. In einer Vorauswahl werden unter anderem auf Basis von Daten des Deutschen Akademischen Austauschdiensts, der Alexander von Humboldt- Stiftung und des CHE Hochschulrankings zunächst Hochschulen identifiziert, die besonders starke positive Veränderungen aufweisen und daher als besonders entwicklungsstark anzusehen sind.

In einer zweiten Stufe werden alle in der Vorauswahl identifizierten Hochschulleitungen zu ihrem Führungsverständnis sowie verschiedenen Führungsaktivitäten befragt. Ebenso befragt werden die jeweiligen Vizepräsidentinnen und -präsidenten, die Kanzlerinnen bzw. Kanzler sowie die Hochschulratsvorsitzenden. Eine Jury aus anerkannten Expertinnen und -experten bestimmt auf dieser Basis die sechs Finalistinnen und Finalisten. / FZ

Rekord: 2600 neue Studierende in Fulda

Die Zahl der Erstsemester an der Hochschule Fulda war noch nie so hoch: Rund 2600 Studentinnen und Studenten haben sich zum Wintersemester 2018/19 an der Hochschule Fulda eingeschrieben. Die Gesamtzahl der Studentinnen und Studenten überschreitet erstmalig die Marke von 9000 und liegt nun bei über 9300.