Ein Jahr nach Brand-Katastrophe: Richtfest für neues Sägewerk in Hainzell

11. Juli 2016
Hainzell

Die Bilder des Feuer-Infernos bleiben unvergesslich: Fast auf den Tag genau vor einem Jahr vernichtete ein gigantischer Brand das Sägewerk in Hainzell. Davon ließ sich der Besitzer aber nicht unterkriegen und erklärte: „Es geht weiter“. Er hat Wort gehalten – und nun Richtfest gefeiert.

Richtfest in Hainzell: Sägewerksbesitzer Gangolf Hosenfeld braucht seinen 300 Gästen nicht viel zu sagen. Allen ist der 11. Juli 2015 im Gedächtnis geblieben. An jenem heißen Sommerabend ereignete sich im Hainzeller Sägewerk eine Brand-Katastrophe, die Sägewerk, Hobelwerk, Lagerhalle und Vorräte vernichtete und einen Schaden im vermutlich deutlich zweistelligen Millionenbereich anrichtete.

Nun geht es an den Wiederaufbau. An der selben Stelle soll das neue Sägewerk entstehen. Der Beton des zerstörten Werkes wurde „vollständig zerkleinert und wieder verwendet“, erklärt Besitzer Hosenfeld. „Somit bildet das Alte wörtlich genommen das Fundament des Neuen. Den Schicksalsschlag sehen wir nicht nur als Katastrophe, sondern ein Stück weit auch als Chance, das Unternehmen weiter zu optimieren und gestärkt aus dieser Prüfung hervorzugehen.“

„Unglaubliche Welle der Unterstützung, Hilfe und Sympathie“

Mit seinen Kindern Christian und Anna-Lena sowie den engsten Mitarbeitern sei schnell der Entschluss gefasst worden, alles wieder aufzubauen. In bewegenden Worten stellte der Unternehmer vielfachen Dank in den Mittelpunkt seiner Rede.

Seine Beschäftigten hätten zu ihm gestanden und „wir haben eine unglaubliche Welle der Unterstützung, Hilfe und Sympathie erfahren, die bis heute anhält und uns trägt“. Dank „hilfsbereiter Kollegen“ habe man in Sägewerken in Reulbach, Michelsrombach, Engelrod, Bad Salzschlirf, Mücke und Simmershausen weiter produzieren können.

Bürgermeister: „Tag der Freude“

Ehe Zimmermeister Matthias Jöckel den Richtspruch aufsagte, ergriff Bürgermeister Peter Malolepszy (CDU) das Wort. „Das Sägewerk gehört zu Hainzell wie die Gummiwerke zu Fulda“, betonte er, und sprach von einem „Tag der Freude.

Es ist überwältigend, ein Jahr danach hier zu stehen und festzustellen, dass Unglaubliches geleistet worden ist.“ Er würdigte besonders Hosenfelds familiären Zusammenhalt, dessen Verantwortungsbewusstsein für die Region und seine Mitarbeiter. Diese hätten schon „beim Feuer ihr Leben riskiert und an vorderster Front gekämpft“. / kw, sts

Erfahren Sie hier mehr über das verheerende Feuer vor einem Jahr:

Mindestens zehn Millionen Euro Schaden: Sägewerk in Hainzell abgebrannt

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