Enkeltrickbetrüger erbeuten Bargeld – Polizei sucht Zeugen

14. August 2019
Petersberg/Ehrenberg

Eine Seniorin wurde am Dienstagnachmittag Opfer von Enkeltrickbetrügern und übergab einer unbekannten Frau mehrere Tausend Euro. Die Polizei sucht deshalb nach Zeugen und gibt Ratschläge, wie man sich schützen kann.

Gegen 14.20 Uhr rief eine Betrügerin eine 90-jährige Frau an und schilderte ihr, dass sie sich in einer finanziellen Notlage befindet, eine Masche die häufig von Enkeltrickbetrüger angewendet werde. Sie gab sich als ihre Schwiegertochter aus und schilderte, dass sie gerade in der Stadt beim Notar sei und für den Kauf einer Immobilie eine Summe von mehreren Tausend Euro Bargeld benötige.

Später erschien eine zweite Täterin an der Wohnanschrift der Frau in der Hövelstraße. Die Petersbergerin übergab das Bargeld. Zu dieser Frau hat die Polizei folgende Beschreibung: die etwa 35-40 Jahre alte Frau war circa 160 cm groß und hatte dunkelblonde Haare. Sie trug eine beige Jacke, einen dunkelgrünen Rock und führte eine dunkle Tasche mit sich.

Weiterer Fall in Ehrenberg

In einem weiteren Fall in der Gemeinde Ehrenberg gab sich am Dienstagnachmittag eine Betrügerin als Freundin des Enkels einer 84-jährigen Frau aus und versuchte, diese um eine hohe Geldsumme zu erleichtern. Die Täterin meldete sich jedoch nach dem ersten Gespräch kein weiteres Mal.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang deshalb zu besonderer Vorsicht. Außerdem raten sie, sich durch Rückrufe bei den Familienangehörigen zu vergewissern, ob der Anruf tatsächlich von dort erfolgt ist. Daten oder Informationen zu Wertgegenständen sollen niemals preisgegeben werden. „Seien Sie misstrauisch und vor allem selbstbewusst“, rät die Polizei. Von fremden Anrufern solle man sich nichts vormachen lassen und Telefonate konsequent beenden, indem Sie den Hörer auflegen. Zudem wird geraten, sich in jedem Fall – egal was die Anrufer erzählen oder raten – persönlichen Beistand oder Rat bei einer Person des Vertrauens zu holen.

Über den Notruf 110 solle die Polizei informiert werden. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter: www.senioren-sind-auf-zack.de. / sec