Film über Johannisau-Schrebergärten im hr

17. März 2019
FULDA

Der Hessische Rundfunk hat für die Reihe „Erlebnis Hessen“ in den Gärten des Kleingärtnervereins Johannisau-Fulda gedreht und mit den Vorsitzenden über Herausforderungen und Probleme gesprochen.

Von wegen Gartenzwergidyll und Rasenkantenfanatiker - das Image der Schrebergärtner hat sich gewandelt. In den Großstädten wachsen die Wartelisten für eine Parzelle, Junggärtner suchen die Nähe zur Natur – auch beim Kleingärtnerverein Johannisau-Fulda mit seinen mehr als 200 Gärten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Hessischen Rundfunks. Doch so ein Verein funktioniert nicht ohne die Menschen, die sich darin engagieren. Was sie alles leisten, zeigt das hr-fernsehen am Dienstag, 19. März, um 20.15 Uhr in der Reihe „Erlebnis Hessen“.

Denn anders als beim Garten hinter dem Einfamilienhaus gehören in einem Kleingartenverein noch andere Arbeiten zum Alltag: Rabatten anlegen, Pflichtstunden erledigen, Sommerfest organisieren. Volker Höfner, Erster Vorsitzender in der Fuldaer Johannisaue, kommt im Sommer kaum dazu, seinen eigenen Garten zu bewirtschaften, geschweige denn zu genießen. Er ist der Motor des Vereins und schaut überall nach dem Rechten. Hier hat er seine Frau kennengelernt, die Hochzeit wurde im Vereinsheim gefeiert, jede freie Minute verbringen die beiden in der Anlage. Stephanie Höfner hilft bei der Büroarbeit und backt jedes Wochenende unzählige Kuchen für das Gartencafé. Um Geräte und um die Pflichtstunden, die jedes Mitglied leisten muss, kümmern sich die Gartenwarte Reiner Eichhorn und Björn Betz.

Ein Leben ohne Schrebergarten? Nicht vorstellbar für Volker Höfner und seine Frau Stephanie. Aber die Grenzen sind spürbar, zeigt der Film von Barbara Petermann: Es mangelt an Mitstreitern, und mitunter wünscht sich Volker Höfner mehr Solidarität von den Vereinsmitgliedern. / alb