Freiherr-vom-Stein-Schule schafft G 8 ab

29. November 2018
Fulda

Mit Beginn des kommenden Schuljahres kehrt die Freiherr-vom-Stein-Schule zum G-9-Modell zurück. Damit reagiert das Fuldaer Gymnasium auf die stark zurückgehenden Schülerzahlen, erklärt Schulleiter Dr. Ulf Brüdigam. Das Parallelangebot ist damit beendet.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

Die Diskussion über die Abschaffung von G 8 sei schon längere Zeit an der Schule geführt worden. Nicht nur die Eltern hätten dieses Wahlangebot nicht mehr nachgefragt, auch sei die Aufgabe Wunsch der Mehrzahl der Lehrer gewesen. „Dementsprechend haben sich die Gesamtkonferenz, in der die Pädagogen vertreten sind und die Schulkonferenz (Eltern, Schüler und Lehrerschaft), für die Abschaffung ausgesprochen.“ Brüdigam sagt, dass in den vergangenen beiden Jahren wegen der geringen Nachfrage kein G-8-Angebot mehr zustande gekommen sei, da nur jeweils 14 Schüler angemeldet worden seien. Es hätten aber 16 seien müssen.

„Wir haben reagiert und bieten jetzt einige Neuerungen an, die von einer Arbeitsgemeinschaft ausgearbeitet worden sind“, sagt Brüdigam. Der Gestaltungsspielraum werde größer. Gerade in den Klassen fünf und sechs sei jetzt eine Entzerrung der bemängelten Stoffdichte möglich, die das bis dahin bestehende Parallelangebot von G8 und G9 nicht geboten habe.

„Bewährte Profile wie bilingualer Unterricht, iPad- oder Bläserklasse werden hingegen auch weiterhin integraler Bestandteil des Schulkonzeptes bleiben“, erklärt er. Die verlängerte Mittelstufenphase bis zur zehnten Klasse erlaube künftig eine noch stärker ausgeprägte individuelle Schwerpunktsetzung in den Bereichen MINT, Sprachen, Medienbildung und musischen Fächern.“

In der Europaschule sollen Sprachen künftig eine noch größere Rolle spielen. Die zweite Fremdsprache, die künftig ab der siebten Klasse gewählt werden kann, soll eine Stunde länger unterrichtet werden.

Für eine dritte Fremdsprache können sich die Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe 9 entscheiden.

Im gesamten Landkreis Fulda bietet künftig nur noch die Rabanus-Maurus-Schule in Fulda ein Parallelangebot zwischen G8 und G9 an. Dies bestätigt Schulleiter Matthias Höhl. In der Regel bildet das Domgymansium eine G-8-Klasse, bei höherer Nachfrage auch zwei. Die Schule habe gute Erfahrungen damit gemacht, sagt Höhl. Das Parallelangebot habe Vorteile, denn dadurch könnten kleinere Klassen gebildet werden.

Regionale Zahlen und Landeszahlen zum Thema G 8 sowie eine Stellungsnahme des Schulamtsleiters lesen Sie in der morgigen Ausgabe der Fuldaer Zeitung und im E-Paper.

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