„Fridays for Future“: Demonstrationszug durch Fulda

22. Mai 2019
Fulda

Schüler werden am Freitag wieder auf die Straße gehen, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. Diesmal wird der „Fridays for Future“-Streik auf dem Bahnhofsplatz stattfinden. Zuvor wollen die Jugendlichen durch die Innenstadt laufen.

„Wir treffen uns um 10 Uhr im Schulviertel auf dem Parkplatz der Gellingshalle und laufen dann eine Runde durch die Innenstadt“, teilt Versammlungsleiterin Jamila Noll mit. Die 16-Jährige besucht die Freiherr-vom-Stein-Schule. Die Strecke des Demozugs sei in einem Gespräch mit Verantwortlichen von Stadt und Polizei abgesprochen worden.

Die Stadt teilte ergänzend mit, durch welche Straßen der Zug laufen wird: Magdeburger Straße, Heinrich-von-Bibra-Platz, Schlossstraße, Friedrichstraße, Unterm Hl. Kreuz, Universitätsplatz, Bahnhofstraße, Lindenstraße, Sturmiusstraße, Heinrichstraße und Bahnhofstraße. „Auf dem Bahnhofsvorplatz ist eine Abschlusskundgebung mit Musik und Redebeiträgen geplant“, erklärte die Stadt auf Nachfrage. Der Demonstrationszug wird von Ordnungsamt und Polizei begleitet. Das Ende der Versammlung ist für 13 Uhr geplant.

400 Teilnehmer angemeldet

„Wir haben zwar 400 Teilnehmer angemeldet, rechnen aber mit weniger“, sagt Jamila. Bei der ersten Versammlung am 15. März waren 150 Teilnehmer angemeldet, rund 400 sind gekommen. Damals fand der Streik auf dem Universitätsplatz statt. Am Freitag findet dort die 72-Stunden-Aktion statt, weshalb die Jugendlichen auf den Bahnhofsplatz ausweichen.

Für Unterhaltung sorgt – wie auch beim ersten Schülerstreik – Musiker Bruder Braumüller. Gizem Türkes, Schulsprecherin der Freiherr-vom-Stein-Schule, wird die Versammlung mit Gesang und Ukulele begleiten. Zudem sind wieder einige Redner eingeladen, teilt Jamila mit.

Demos sorgen für Diskussionen

„Fridays for Future“ sorgen weltweit für Diskussionen. Auch in Fulda ist eine Debatte ausgelöst worden. Einige Kritiker wie Pierre Lamely, stellvertretender Kreissprecher der AfD Fulda, zweifelt an den guten Absichten der Streikenden. Er behauptet, dass weniger Schüler kommen würden, wenn die Demos außerhalb der Schulzeit stattfinden würden. Alt-Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Hamberger unterstützt die Demonstranten hingegen. Er hat im März sogar selbst am Streik teilgenommen. / lio