Funde aus dem Mittelalter – Grabungen in Langebrückenstraße

06. Juni 2019
Fulda

Wo in zwei Jahren sieben Mehrfamilienhäuser stehen sollen, graben zurzeit Archäologen auf dem Areal der ehemaligen Fabrik von Richard Schmitt in der Langebrückenstraße. Was dort vor den Hallen stand, wissen die Experten bisher nicht.

Seit rund einer Woche sind drei bis fünf Grabungshelfer an der Langebrückenstraße zugange. Eine Mauer und Keramik aus dem Mittelalter wurden bisher ausgegraben. Wie lange die Bauarbeiten in der 3000 Quadratmeter großen Baugrube noch dauern werden, kann der Stadt- und Kreisarchäologe Dr. Frank Verse nicht sagen. „Wir gehen noch etwa 1,20 bis 1,50 Meter runter. Fraglich ist, ob wir auf geologische oder Kulturschichten stoßen. Sind wir beim sogenannten Fuldaer Kies angekommen, hören wir auf“, so Verse.

Sieben Mehrfamilienhäuser mit 89 Wohneinheiten

Das überhaupt so tief gegraben wird, liegt aber nicht an den Funden. „Hier entstehen sieben Mehrfamilienhäuser mit Tiefgarage“, sagt Investor Christopher Burg. Bis Mitte 2021 sollen die Häuser mit 89 Wohneinheiten – darunter 19 Sozialwohnungen – fertig sein. „Im Oktober kommenden Jahres soll der Rohbau stehen“, so Investor Martin Geisendörfer. Ob der Zeitplan so eingehalten werden kann, ist bisher unklar.

Für die Kosten müssen die Bauherren aufkommen. „Hier gilt das sogenannte Verursacherprinzip“, erklärt Dr. Verse. Demnach müssen die Kosten der archäologischen Arbeiten vom Verursacher der Bautätigkeit getragen werden. „Die Bauarbeiten liefen von Anfang an in Abstimmung mit den Archäologen“, so Geisendörfer.

Vor vier Wochen wurde damit begonnen, die Erdschichten mit dem Bagger abzutragen.

Mehr zu den Ausgrabungen zum Beispiel, wozu die Mauer gehört haben könnte lesen Sie am Freitag in einem ausführlicheren Bericht in der gedruckten Ausgabe der Fuldaer Zeitung sowie in der digitalen E-Paper-Ausgabe. / msf