FZ-Wahlforum: Amtsinhaber und Herausforderer trennen viele Unterschiede

28. Februar 2018
Flieden

Die Spannung steigt: Am Sonntag findet die Bürgermeisterwahl statt. Eine Wahlhilfe gab gestern Abend unsere Zeitung mit dem FZ-Wahlforum in der TV-Halle. Erstmals hatten die beiden Kandidaten Gelegenheit, sich vor großem Publikum zu präsentieren. Dabei wurden viele Unterschiede deutlich sichtbar.

Von unserem Redaktionsmitglied Norman Zellmer

Die Resonanz war groß: Rund 250 Bürger waren in die TV-Halle gekommen, um Amtsinhaber Christian Henkel (CDU), der von seiner Partei nominiert worden war, und den von SPD und Grünen unterstützten unabhängigen Kandidaten Peter Geffe zu erleben.

Die Besucher konnten sich während einer Podiumsdiskussion ein Bild davon machen, wie sich der 43-jährige Fliedener und der 54-jährige Fuldaer, der aus Schlüchtern stammt, präsentieren, welche Vorstellungen sie von der Weiterentwicklung der Gemeinde und welche rhetorischen Fähigkeiten und politischen Pläne sie haben.

Wenige Tage vor der Wahl am Sonntag, 4. März, wollte es Moderatorin Corinna Hiss von den Kandidaten ganz genau wissen. Die Lokalredakteurin unserer Zeitung stellte den Bewerbern Fragen zu Themen, die die Fliedener bewegen. Auch das Publikum konnte den beiden auf den Zahn fühlen.

Cargando reproductor ...

Dabei wurden vor allem Unterschiede und Meinungsverschiedenheiten zwischen Amtsinhaber und Herausforderer sichtbar. Unter anderem bei den Themen Verschuldung und Mehler-Areal lagen die Bewerber teils weit auseinander: Während Geffe den Schuldenberg, der auf bis zu 23 Millionen Euro wachsen könnte, als „definitiv zu viel“ bezeichnete, erklärte Henkel, dass es nicht darum gehe, ob das viel sei, sondern „ob der Abtrag gelingt.

Für den Kauf und die Entwicklung des Mehler-Areals am Bahnhof sprechen laut Rathauschef die zentrale Lage, die freien Flächen, die als Bauland oder für Wohnraum genutzt, sowie die Halle, die sinnvoll umgestaltet werden könnten. Es stellten sich die Fragen nach Kosten für Kauf und Umbau sowie danach, ob die Gemeinde dies überhaupt wolle oder könne.

Geffe, der vor seiner Kandidatur in Flieden schon in Petersberg angetreten war, schlug vor, dass ein Investor das Areal entwickelt; denkbar sei ein Gründerzentrum; die Gemeinde trete nur als Mieter auf.

Weitgehend einig dagegen waren sich die Kandidaten bei den Themen Bürgerbus, der nicht zu einer Konkurrenz für den öffentlichen Nahverkehr werden dürfe, aber mithilfe von Bürgern vorangebracht werden soll, und Kita-Gebühren in Hessen, deren Abschaffung zu einer steigenden Belastung der Gemeinde führen werde.

Mehr zum Thema lesen Sie in der heutigen Mittwochsausgabe der Fuldaer Zeitung und im E-Paper.