Gegen Gewalt an Frauen: Knapp 100 Menschen tanzen auf dem Uniplatz

14. Februar 2020
Fulda

100 Menschen haben sich am Freitagnachmittag auf dem Universitätsplatz in Fulda versammelt. Sie tanzten gemeinsam, um ein Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu setzen.

Initiiert wurde die Aktion vom Frauenbüro der Stadt Fulda in Kooperation mit dem „Runden Tisch gegen häusliche und sexualisierte Gewalt“. Bürgerinnen und Bürger waren dazu eingeladen, sich am weltweiten Aktionstag „One Billion Rising“ zu beteiligen.

Gemeinsames Tanzen am Uniplatz

Katharina Roßbach, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte vom Frauenbüro der Stadt Fulda, hätte sich zwar schöneres Wetter gewünscht – so wie am Aktionstag im Jahr zuvor –, gleichzeitig hatte sie Grund zur Freude. Denn rund 100 Menschen – darunter auch einige Männer – waren ihrem Aufruf gefolgt. „Es zeigt, wie viele wir sind, die nicht bereit sind, Gewalt an Frauen hinzunehmen“, sagte Roßbach.

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Anschließend wurde es ernst: Zum Song „Break the Chain“, der am Freitag in knapp 200 Ländern gespielt wurde, ging auf dem Uniplatz die Post ab. Anna Feuerstein vom Studio 82 zeigte den Teilnehmern eine Choreografie, die schnell umgesetzt wurde. Gemeinsam tanzten die Fuldaer und hatten dabei sichtlich gute Laune.

One Billion Rising (OBR) (englisch für „Eine Milliarde erhebt sich“) ist eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung. Sie wurde im September 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert.

Die „eine Milliarde“ deutet auf eine UN-Statistik hin, nach der eine von drei Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer einer schweren Körperverletzung wird. Es ist eine der größten Kampagnen weltweit zur Beendung von Gewalt gegen Frauen mit Tausenden von Events in bis zu 190 Ländern der Welt. / lio

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