Ein ziemlich teurer Weihnachtsmarktbesuch: 66-Jähriger stellt Koffer im Bahnhof Fulda ab

18. Dezember 2019
Fulda

Aufregung am Montagmittag im Fuldaer Bahnhof: Für einen Abstecher auf den Weihnachtsmarkt hat ein 66-Jähriger seine Koffer im Fuldaer Bahnhof abgestellt – und so einen Polizeieinsatz ausgelöst. Dafür muss der Mann die Kosten tragen.

Bahnmitarbeiter hatten das Gepäck am Bahnsteig 1 entdeckt und die Beamten vom Bundespolizeirevier verständigt. In einem solchen Fall gehen die Beamten sehr sorgsam vor: „Herrenlose Koffer können Angst und Unbehagen auslösen. Denn jeder weiß, was passieren kann“, sagt Bundespolizeisprecher Klaus Arend auf Nachfrage unserer Zeitung.

Sprengstoffsuchhund schlägt nicht an

Arend berichtet vom weiteren Verlauf: Mehrere Polizeibeamte begaben sich an den Bahnsteig. Ein Sprengstoffsuchhund aus Fulda, der einen Einsatz in der Nähe abbrechen musste, schnüffelte die Koffer ab. Der Hund schlug nicht an. Denn in den Gepäckstücken lagen Kleidung und Reiseutensilien. Daraufhin konnte Entwarnung gegeben werden.

„Rücksichtsloses Verhalten“

Wie sich dann herausstellte, hatte der 66-jährige Besitzer seine Koffer aus Bequemlichkeit am Bahnsteig stehen lassen, nachdem er in Fulda angekommen war. Anschließend war er mit seiner Begleiterin in die Innenstadt gegangen – für einen Abstecher auf den Fuldaer Weihnachtsmarkt.

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Nach seiner Rückkehr konnte der 66-Jährige seine Koffer wieder in Empfang nehmen. Bundespolizisten belehrten den Mann über die Folgen seines leichtfertigen Handels. Klaus Arend spricht von einem „rücksichtslosen Verhalten“ des Reisegastes.

66-Jähriger muss Kosten tragen

Glücklicherweise habe der Einsatz keine Verspätungen für den Zugverkehr verursacht – das Gleis sei nur kurzzeitig gesperrt gewesen. Sonst wäre es für den 66-Jährigen so richtig teuer geworden. Die Kosten für den Polizeieinsatz müsse er zumindest zahlen. Angaben des Bundespolizeisprechers Klaus Arend zufolge kann er sich auf eine Rechnung zwischen 300 und 500 Euro einstellen. / lio

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