Hessen und Thüringen feiern Mauerfall – Programm in Gedenkstätten

08. November 2019
Rasdorf/Geisa/Großburschla

Festakt, Fotos und Diskussionen: Hessen und Thüringen erinnern mit einer Reihe von Veranstaltungen an den Mauerfall vor 30 Jahren. Mit dabei sind auch die beiden Ministerpräsidenten.

Die Bundesländer Hessen und Thüringen erinnern am Samstag, 9. November, an den Fall der Mauer vor 30 Jahren. Dazu werden die Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) und Bodo Ramelow (Linke) an der früheren Grenze bei Großburschla (Wartburgkreis) und Heldra (Werra-Meißner-Kreis) erwartet. Geplant sind ein Gottesdienst um 10 Uhr, eine Kranzniederlegung um 11.20 Uhr und ein Bürgerfest ab 12 Uhr.

„30 Jahre Mauerfall – Wir leben Freiheit“ ist das Motto des Festaktes, mit dem die beiden Landesregierungen gemeinsam die Feierlichkeiten begehen. Großburschla lag während der deutschen Teilung im Grenzgebiet und konnte nur von den Anwohnern sowie Personen mit Genehmigung betreten werden.

Ausstellung in Geisa

Mit einem Veranstaltungsprogramm begleitet die Grenzgedenkstätte Point Alpha das 30-jährige Mauerfall-Jubiläum. Am Sonntag, 10. November, um 10 Uhr, einen Tag nach der Maueröffnung vor 30 Jahre in Berlin, wird im Haus auf der Grenze in Geisa eine Foto-Ausstellung eröffnet.

Sie ist bis zum 1. März 2020 zu sehen. Titel „Die Grenzöffnung 1989 in der Rhön“. In Erinnerung gerufen werden sollen die freudigen Momente im Winter 1989/1990. Zur Eröffnung werden auch Filmaufnahmen gezeigt.

Schülerprojekttag und Zeitzeugengespräch

Bereits am Freitag, 8. November, um 9 Uhr, findet in der Grenzgedenkstätte ein Schülerprojekttag statt. Motto: „Jugend in der DDR - Zwischen Widerstand, Anpassung und Umbruch.“ Schülergruppen aus Hessen und Thüringen kommen zusammen, um etwas über den Mauerfall vor 30 Jahre zu erfahren.

Ein Foto-Vortrag zum Thema „Bruderländer DDR/CSSR“ und ein Zeitzeugengespräch mit dem Fotografen Siegfried Wittenberg wird am Montag, 11. November, um 19.30 Uhr, veranstaltet. Er schildert die Beziehungen zwischen den sozialistischen Staaten.

Podiumsdiskussion zur Vergangenheitsbewältigung

Am Montag, 18. November, 19 Uhr gibt es in Geisa eine Podiumsdiskussion zu „30 Jahre Mauerfall – Deutsch-deutsche Vergangenheitsbewältigung und ihre Auswirkungen“. Teilnehmer sind der frühere FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Gerhardt, der Journalist und Zeitzeuge Berthold Dücker und die Publizistin Ines Geipel. Sie war in der DDR Leichtathletin und Opfer des Staatsdopings. / dpa