Hessischer Gründerpreis: Zwei Fuldaer Unternehmen im Finale dabei

21. Oktober 2014
Fulda

Zwei weitere Existenzgründer aus Fulda sind im Finale des Hessischen Gründerpreises. Neben Bastian und Christopher Nitzschke aus Künzell mit dem Internetportal „mein-Monteurzimmer.de" qualifizierten sich die Inhaberinnen des Café Glücks, Anna Hain und Ilona Heil, in der gleichen Kategorie („Geschaffene Arbeitsplätze").

„Sie brennen für ihr Projekt", so die einhellige Meinung der Jury, als die beiden Café-Betreiber aus Fulda ihr Konzept mit Stehtischen für den kurzen Aufenthalt, einer langen Bank mit Tischen, reichlich Platz um Gruppen zu platzieren und einem Lesebereich mit Bücherregal und Zeitschriften – ganz in der Tradition der ehemaligen Buchhandlung in der Friedrichstraße – vorstellten.

Anna Hain hat ihren Traum, ein Café im Landhausstil zu eröffnen, verwirklicht. Die 32-jährige gelernte Hotelfachfrau begann im Hotel Maritim in Fulda, war einige Jahre im Ausland und lebte dann sechs Jahre in Hamburg und arbeitete unter anderem im Restaurant von Tim Mälzer. Geschäftspartnerin Ilona Heil, eine studierte Touristik-Fachfrau mit langjähriger Auslandserfahrung, wollte eigentlich nur bei der Existenzgründung helfen. „Nachdem aber unsere Ideen Konturen annahmen, entschied ich mich spontan, als Partnerin einzusteigen", erinnert sich Heil. Neben Anna Hain und Ilona Heil kümmern sich mittlerweile vier festangestellte Kräfte und etwa zehn Aushilfen um die Gäste.

Durch den Tipp einer guten Bekannten bewarben sich die Jungunternehmerinnen beim Hessischen Gründerpreis . Ebenso wie bei „mein-Monteurzimmer.de" liegen die wesentlichen Kriterien für die Auswahl im Kundennutzen, der Besonderheit der Geschäftsidee, der Bewertung der geschaffenen Arbeitsplätze oder auch dem Geschäftserfolg im Verhältnis zum Alter des Unternehmens. In allen diesen Bereichen überzeugten die Finalteilnehmer aus der Region Osthessen.

„Wir mussten gegen starke Konkurrenz mit vielen tollen Ideen und Konzepten antreten", sagt Bastian Nitzschke von „mein-Monteurzimmer.de", der seine Konkurrentinnen Anna Hain und Ilona Heil erst im Halbfinale des Hessischen Gründerpreises kennenlernte. Zwar treten sie gegeneinander an, doch mittlerweile sind sie auch gut befreundet und sagen unisono: „Wir haben jetzt schon gewonnen, indem wir in unserer Kategorie unter den besten drei Teams sind."

Sie drücken sich gegenseitig die Daumen und wollen auf jeden Fall gemeinsam feiern, wenn am 12. November um 19 Uhr im Barbarossa-Saal des Main-Kinzig-Forums im Beisein von Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir die feierliche Preisverleihung des Hessischen Gründerpreises stattfindet und der Sieger feststeht. / FZ