Hosenfeld, Blankenau, Kleinlüder, Uffhausen und Herbstein hatten mit dem Wetter zu kämpfen

04. März 2019
WESTKREIS

Aprilwetter mit Sonne, Wolken und Regenschauer hat Narren im Fuldaer Westkreis und in Herbstein nicht abgeschreckt, zu feiern. Aber nicht überall durften große Motivwagen an den Umzügen teilnehmen.

In Hosenfeld sah es für kurze Zeit so aus, als ob der Umzug nicht stattfindet. Die Neuhofer Polizei hatte wegen des Wetters ihr Veto eingelegt, nachdem die Fußgruppen für den Umzug Aufstellung genommen hatten. Um 13.11 Uhr waren denn auch Enttäuschung, Frust und Unverständnis groß. Schon im Vorfeld hatten die Veranstalter entschieden, keine großen Wagen zuzulassen und den Umzug im Sommer nachzuholen. Nach einem Gespräch von Polizei und Bürgermeister Peter Malolepszy (CDU) konnte der Umzug aber doch noch stattfinden. Mehr als 30 Zugnummern und Fußgruppen zogen angeführt vom Prinzenpaar Andreas und Kathrin durch das Dorf. Eigentlich waren mehr als 40 Gruppen angemeldet; wegen des Wetters hatten einige abgesagt. Bunt und laut war es dennoch: Die Gruppen waren unter anderem als Krümelmonster, Flamingofreunde, Smileys und Eskimos verkleidet. Am Straßenrand schauten Hunderte Kinder, Familien und Anwohner gut gelaunt zu.

Auch dem Karnevalverein Blankenau machte das an April erinnernde Wetter einen Strich durch die Rechnung: Der Wagen von Prinzessin Simone und Prinz Alex und ein Motivwagen mussten abgestellt werden, ehe der Umzug mit 15 Fußgruppen und Prinzenpaar Simone und Alex um 14.01 Uhr starten konnte. Zuvor hatte sich das närrische Volk – kostümiert unter anderem als Indianer, Törtchen und in Anlehnung an den Herbsteiner Springerzug als weibliche Hüpfer – zum Warm-up getroffen.

22 Gruppen, davon 16 aus dem Ort, zogen mit Prinz Dirk ab 14.01 Uhr in einer großen Schleife durch Kleinlüder. Die Aktiven hatten teils große Motivwagen vorbereitet, die trotz des wechselhaften Wetters auch fahren durften. An winkenden und kostümierten Anwohnern vorbei zogen unter anderem eine Star-Wars-Gruppe mit Raumschiff, eine Müllkolonne mit Müllauto, Rockmusiker mit aufblasbaren Gitarren, eine Crew mit Segelschiff sowie Motorrad-Biker mit gelben hölzernen Laufrädern.

Der Uffhäuser Narren Club konnte trotz Wetterkapriolen teils große Motivwagen durch den Ort ziehen lassen. Unter anderem nahmen ein Bauwagen aus Schlechtenwegen, die Uffhäuser Ski-Bar, die Bimbacher Happy Hüppos, die Streetdancer Müs und die Ibbeshäuser Ir(r)en teil. Die beteiligten Gruppen legten teils laute Musik mit kräftigen Beats auf und ließen Bonbons und Popcorn regnen.

Pünktlich um 10.11 Uhr öffnete sich in Herbstein das obere Fenster des FVH-Vereinsheims. Doch es kam nicht der Bajazz, um den Startschuss für den Umzug zu geben, sondern Präsident Manuel Hensler gab bekannt, dass der Zug später starte, denn Regen- und Hagelschauer machten es zu diesem Zeitpunkt unmöglich. Genau 33 Minuten darauf war es so weit: Mit Schlachtruf und Musik setzte sich der Umzug mit Springerzug in Bewegung. Er war närrisch, mit Reitergruppe, Elferrat, FVH-Ballett, Schwellköppe, Gardisten – insgesamt 47 Zugnummern. Zu sehen waren auch typische Figuren der Herbsteiner Foaselt – Siebpferdchen, Storch, Erbsenstrohbär und Kehrer – und aktuelle Themen – das fehlende Geld für die fünfte Glocke in Herbstein, die Blauzungenkrankheit und Plastikmüll. / grau, nz