Im „antons meet & eat“ arbeiten junge Menschen mit und ohne Handicap

16. Februar 2018
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Fulda

Inklusion im Herzen der Stadt: Das soll mit dem neuen Bistro von antonius – Netzwerk Mensch, dem „antons meet & eat“ möglich werden. Dort arbeiten sechs Jugendliche mit Behinderung, eine Köchin sowie fünf Personen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr bei antonius absolvieren. Gestern ist das Bistro in der Robert-Kircher-Straße 6 eröffnet worden.

Von unserem Redaktionsmitglied Jacqueline Kleinhans

Von jungen Menschen für junge Menschen: Ziel des Bistros „antons“ ist es, für junge Leute einen inklusiven Treffpunkt in der Stadt zu schaffen. „Ein Jahr lang haben alle mitgeholfen – von der Idee bis zur Umsetzung“, sagte Christian Auth, der das Bistro leiten wird. Unterstützt von seinem zwölfköpfigen Team wird das Bistro dienstags bis samstags geöffnet haben.

Wie viel Potenzial in Menschen mit Handicap steckt, betonte auch Maren Müller-Erichsen, Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderung. „Eine Arbeitswelt mit Inklusion zu schaffen ist richtig – und das ist in Fulda möglich. Die Jugendlichen müssen gefördert werden“, sagte sie.

Begeistert vom gelebten Inklusionsgedanke im Herzen der Stadt war Bürgermeister Dag Wehner (CDU), der den Verantwortlichen einen Scheck für die weitere Förderung überreichte. „Mit dem Bistro hat antonius einen weiteren Punkt für gelebte Inklusion gesetzt“, sagte der Bürgermeister.

An der Finanzierung für Ausstattungs- und Betriebskosten beteiligt sich das Land Hessen mit 45 000 Euro und die Aktion Mensch mit 100 000 Euro. Antonius geht mit 105 000 Euro Eigenmittel in Vorleistung. Ziel ist es, den Betrieb wirtschaftlich auf eigene Beine zu stellen. Es gibt eine Kooperation mit dem Fachbereich Betriebswirtschaftslehre der Hochschule Fulda, der evaluieren wird, ob ein inklusiver Treffpunkt wirtschaftlich sein kann.

Das Bistro „antons meet & eat“ in der Robert-Kircher-Straße 6 hat Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und jeden Samstag von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Mehr dazu lesen Sie in der Freitagausgabe der Fuldaer Zeitung sowie im E-Paper. Das Video folgt in Kürze.