Jury wählt Favoriten für Radom-Hochzeit

26 Paare haben sich beworben / Entscheidung fällt wohl Mitte Juli

28. Juni 2013
Rhön

Die Spannung auf dem Weg zur Traumhochzeit des Jahres samt Sponsorenpaket im höchsten Gebäude Hessens – dem Radom auf der Wasserkuppe – steigt: Die Jury hat erstmals getagt und über die Bewerbungen beraten.

"Die Resonanz ist riesig, das hat eingeschlagen", sagt Pia Groß, Hauptorganisatorin und Ideengeberin der Kampagne "Himmlisch heiraten" von Radom-Gesellschaft, Landkreis und Stadt Gersfeld, begeistert. Nach der Ausweisung des Radoms auf der Wasserkuppe als Außenstelle des Standesamts Gersfeld soll dort im Spätsommer die Traumhochzeit des Jahres stattfinden. Zwischen dem ersten offiziellen Aufruf Mitte April und dem Bewerbungsschluss Anfang Mai hätten sich insgesamt 26 Paare beworben, um am 7. September auf Hessens höchstem Berg zu heiraten. "Das Spektrum war breiter und bunter als wir gehofft und uns gewünscht hatten", sagt Kristin Wani, Leiterin der Tourist-Info Gersfeld, bei der die Bewerbungen eintrafen.

So hätten sich Paare beworben, bei denen ein Partner aus Ost, der andere aus West stammt, oder die Frau katholisch und der Mann jüdischen Glaubens ist; oder Partner mit einem großen Altersunterschied. "Das zeigt, dass das Radom, was früher für Teilung und Abschottung stand, jetzt zusammenbringt und einen kann", sagt Groß und nennt als Beispiele Anika und ihren Freund, die "trotz der zehn Jahre Altersunterschied eine sehr harmonische Beziehung führen", sowie Katja aus Thüringen und Achim aus Unterfranken. "Ich liebe die Wasserkuppe. Die Rhön ist meine Heimat", schreibt Katja.

"Viele verbinden mit der Rhön und der Wasserkuppe persönliche Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnisse", sagt Wani. Anike verbindet mit der Rhön das Wandern, Diana "Freiheit, die Natur und die unendliche Weite". Daniels Lieblingsort ist der Guckaisee. Nicole und Alexander, die aus dem Rhöner Vorland stammen und sich im Sauerland kennenlernten, verbinden mit dem Mittelgebirge Kirmes und die "entsprechenden Rhöner."

Auch ganze normale Menschen haben sich beworben: "Wir sind das ideale Traumpaar, weil wir definitiv nicht in Ihr gewünschtes Profil passen. Wir sind ,echt' ,bodenständig, naturverbunden, aus der Region, total normal halt", schrieb Oliver in der Bewerbung.

Das macht die Auswahl des Traumpaares nicht leicht: "Es waren viele ", sagt Groß. Daher hat sie sich Rat geholt. Mit Tourist-Info-Chefin Kristin Wani, Gersfelds Bürgermeister Peter Wolff (FDP), Landrat-Gattin Carmen Woide, Journalist Bernd Loskant, den Kommunikationswirten Monika Wierzbica und Nicholas Bredel sowie Fuldas IHK-Vizepräsident Dr. Christian Gebhardt und Sarah Braun, Siegerin des regionalen Lehrlingskochwettbewerbs "So schmeckt es in der Rhön" hat sie kundige Juroren an Bord geholt, um das Radom-Traumpaar zu küren und dieses zielsicher in den Hafen der Ehe zu steuern.

Beim ersten Treffen der Juroren im Fuldaer ITZ deuteten sich erste Favoriten an. "Die ersten fünf waren deutlich vorn", sagt Initiatorin Groß. Entschieden ist jedoch noch nichts: Denn die Vorauswahl wurde nur aufgrund der eingesendeten Unterlagen getroffen. In einer zweiten Runde sollen die Favoriten auf die Wasserkuppe eingeladen werden, wo sie der Jury vor Ort Rede und Antwort stehen und sich originell präsentieren sollen. Bis voraussichtlich Mitte Juli wird die neunköpfige Mannschaft das überzeugendste, passendste und interessanteste Bewerber-Paar auswählen. nz