Malteser feiern 25 Jahre Ambulanter Hospizdienst in Fulda

15. März 2019
Fulda

Bei dem Festakt zu ihrem Jubiläum haben die Malteser und die ehrenamtlichen Helfer auf 25 Jahre Ambulanter Hospizdienst zurückgeschaut. Gastredner bei dem Festakt im Propsteihaus war der ehemalige Bundesminister und Vizekanzler Franz Müntefering (SPD). Er erzählte davon, wie er seine Mutter vor ihrem Tod gepflegt hat und betonte die immense Bedeutung der Hospizarbeit.

Von unserem Redaktionsmitglied Marcel Blumöhr

Vor dem Festakt im Propsteihaus zelebrierte Weihbischof Professor Dr. Karlheinz Diez einen Festgottesdienst in der Liobakirche. Er befasste sich in seiner Predigt mit dem Sterben aus religiöser Sicht. Er sei davon überzeugt, dass die Ehrenamtlichen in der Hospizarbeit sowohl den Sterbenden als auch deren Angehörigen bei manch einer Hürde helfen würden, bis zu dem Punkt, an dem Christus den Sterbenden entgegenkommt.

Zur eigentlichen Feier erschienen zahlreiche Vertreter aus der Politik, von Wohlfahrtsverbänden, Krankenhäusern und Hospiz-Diensten sowie die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Malteser. Nach Grußworten von Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, dem Diözesanleiter der Malteser, Carsten Froß (CDU), dem Bürgermeister von Petersberg, sowie Frederik Schmitt (CDU), erster Kreisbeigeordneter des Kreis Fulda, hatten einige Ehrenamtliche der Malteser eine Überraschung für die Gäste. Anlässlich des Jubiläums haben sie einen Projektchor gegründet, der bei der Feier für musikalische Untermalung sorgte. Außerdem wurden verschiedene Mitarbeiter und Förderer des Hospizdienstes zu ihrer Arbeit befragt, um so die Historie des Dienstes zu erläutern. Mit dabei waren unter anderem Gründungsmitglieder des Hospizdienstes.

In seiner Rede ging Franz Müntefering intensiv auf die Zeit ein, zu der er seine Mutter pflegte. „Denn bereits bevor ich meine krebskranke Frau gepflegt habe, habe ich mich intensiv um meine Mutter gekümmert.“ Damals sei ihm bewusst geworden, wie wichtig es für Sterbende sei, jemanden zu haben, der zuhört und mit ihnen redet. Außerdem rief er dazu auf, die Hospizarbeit weiter auszubauen, da es in vielen Regionen noch keine solchen Dienste gebe. Er betonte auch seine ablehnende Haltung gegenüber Sterbehilfe und forderte dazu auf, sich mehr mit dem Thema Älterwerden und Sterben zu befassen.

Die musikalische Gestaltung der Feier übernahm der Erste Polizeikinder- und Jugendchor Fulda unter der Leitung von Ute Heil. Der Auftritt der Kinder und Jugendliche brachte alle Zuschauer trotz des ernsten Themas zum Lächeln.

Zum Abschluss richtete der Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU), der direkt aus Berlin kam, Grüße der anderen Abgeordneten der Region aus und dankte den Ehrenamtlichen für ihre aufopferungsvolle Arbeit.

Den Abend moderierten Barbara Schoppmann, die Diözesanreferentin für Hospizarbeit, und Wilfried Wanjek, Leiter des Hospiz-Zentrum Fulda.

Mehr zur Feier zu 25 Jahren Ambulanter Hospizdienst lesen Sie am Samstag in einem ausführlicheren Bericht in der gedruckten Ausgabe der Fuldaer und Hünfelder Zeitung sowie in der digitalen E-Paper-Ausgabe der FZ und HZ.