Marianum und Freiherr-vom-Stein-Schule erhalten jeweils zwei Qualitätssiegel

07. Dezember 2018
Fulda

Das Marianum und die Freiherr-vom-Stein-Schule sind gleich für zwei europäische Schulprojekte ausgezeichnet worden. Die sogenannten eTwinning-Qualitätssiegel 2018 wurden für beispielhafte Internetprojekte von Schülern vergeben. Damit verbunden sind hochwertige Sachpreise und Urkunden zur Anerkennung.

Marianum

Das Marianum erhielt das erste Siegel für die Projektarbeit „The Golden-Fleece: From Athens to Brussels. Our cultural heritage“, heißt es in einer Pressemitteilung des Pädagogischen Austauschdienstes. Im Projekt „The Golden-Fleece: From Athens to Brussels. Our cultural heritage“ haben sich Schülerinnen und Schüler der Altersklasse 12 bis 15 Jahre mit dem Thema „Kulturelles Erbe“ beschäftigt. Auf der Suche nach ihren kulturellen Wurzeln begaben sie sich als „Argonauten des 21. Jahrhunderts“ auf eine virtuelle Reise in die Vergangenheit Europas, vom antiken

Athen über Rom, Konstantinopel und Karthago bis ins heutige Brüssel. Auf ihren Stationen erkundeten sie zahlreiche bedeutsame Städte, Sehenswürdigkeiten, Persönlichkeiten und entdeckten dabei die Wurzeln der europäischen Kultur mit ihrer architektonischen, musikalischen, künstlerischen und kulinarischen Vielfalt. Ihre reichhaltigen Erkenntnisse veröffentlichten sie in einem umfangreichen Online-Magazin. Das Projekt fand in Kooperation mit Schulen in Albanien, Irland, Italien, Griechenland, Polen Spanien und Tunesien statt. Als gemeinsame Sprache nutzten die Projektpartner Englisch.

Das zweite Siegel bekamen Schülerinnen und Schüler der Altersklasse 4 bis 11 Jahre für die Arbeit „Our cultural heritage – Adventures in castles, churches and cathedrals“. Sie haben sich mit dem Thema „Kulturelles Erbe“ beschäftigt. Sie erforschten Burgen, Kathedralen und Klöster in ihrer Umgebung, wie die Ruine Auersburg, und die Legenden und Mythen ihrer Region. Sie schrieben eigene spannende Abenteuergeschichten, die an diesen historischen Orten spielen und veröffentlichten sie in einem eBook. Das Projekt fand in Kooperation mit Schulen in Italien, Frankreich, Spanien, Estland und Serbien in englischer Sprache statt.

„Zwei überaus fantasievolle Projektansätze, die historische Recherche und Auseinandersetzung mit der Gegenwart trefflich miteinander verbinden und den Schülerinnen und Schülern spielerisch ein breites Wissen über die kulturelle Vielfalt in Europa vermitteln,“ so das Urteil der Jury.

Freiherr-vom-Stein-Schule

Die Gymnasiasten der Stein-Schule überzeugten die Jury mit dem Projekt „The Odyssey of words 2“. Schülerinnen und Schüler der Altersklasse 12 bis 15 Jahre haben sich dafür mit dem Thema „Etymologie“ beschäftigt. Sie begaben sich auf eine abenteuerliche Reise auf der Suche nach den Wurzeln der Sprachen Europas. Begriffe aus dem Altgriechischen, so fanden sie heraus, wurden ins Lateinische übernommen und später – auf ihrer Reise durch die Zeit – entweder unverändert oder nur leicht variiert in viele europäische Sprachen eingeführt. Die jungen Sprachforscher nahmen Wörter unter die Lupe, die wir heute noch verwenden und waren verblüfft, dass die Demokratie, Politik und nicht zuletzt Europa ihre Wurzeln im antiken Griechenland haben. Das englischsprachige Projekt fand in Kooperation mit Schulen in Belgien, Frankreich, Spanien, Italien, Rumänien, Griechenland und Zypern statt.

Bei „Unite Europe“ haben sich Schülerinnen und Schüler der Altersklasse 16 bis 21 Jahre mit dem Thema „Europäische Geschichte“ beschäftigt. Sie starteten ihr Projekt anlässlich des 60. Jubiläums der Unterzeichnung der Römischen Verträge und 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs. Sie gingen der Frage nach, welchen Einfluss historische Ereignisse von der Antike bis in die Gegenwart für das vereinte Europa der Gegenwart haben. Dazu entwickelten sie spannende Quizaufgaben und fantasievolle Spiele und präsentierten ihre vielfältigen Ergebnisse online im virtuellen Klassenzimmer. Das Projekt fand in Kooperation mit Schulen in Belgien, den Niederlanden, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und

Albanien statt. Als gemeinsame Sprache nutzten die Projektpartner Englisch.

„Die beiden kreativen Projekte zeigen, wie Wissen lebendig und spannend vermittelt werden kann und wie die enge Zusammenarbeit mit einer Vielzahl europäischer Projektpartner beachtenswerte Ergebnisse hervorbringt,“ so das Urteil der Jury.

Über eTwinning

Mit dem eTwinning-Qualitätssiegel würdigt der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz jährlich herausragende Schulpartnerschaften, die sich durch eine ausgeprägte Kooperation zwischen den Partnerklassen, kreativen Medieneinsatz sowie pädagogisch innovative Unterrichtskonzepte auszeichnen. Schulen und vorschulische Einrichtungen können mithilfe von eTwinning Partnerschaften über das Internet aufbauen und digitale Medien in den Unterricht integrieren.

Europaweit sind rund 200.000 Schulen bei eTwinning angemeldet und nutzen die geschützte Plattform für ihre Projektarbeit. Als Teil des Programms Erasmus+ der Europäischen Union wird eTwinning von der Europäischen Kommission und der Kultusministerkonferenz gefördert. Die Nationale Koordinierungsstelle für eTwinning beim PAD unterstützt die teilnehmenden deutschen Schulen durch Beratung, Fortbildung und Unterrichtsmaterialien.

Eine Übersicht zu allen ausgezeichneten 73 Projekten finden Sie hier: https://www.kmk-pad.org/qs-2018

39 Jugendliche erhalten DELF-Zertifikat an der Freiherr-vom-Stein-Schule

39 Schülerinnen und Schüler haben am vergangenen Freitag ihr DELF-Zertifikat, ein international anerkanntes Französisch-Sprachdiplom, verliehen bekommen.