Milseburghütte: Architekt und Rhönklub für Neubau

Milseburghütte: Ziel ist eine nachhaltige und umfassende Lösung

15. November 2015
Milseburg

Der Rhönklub-Hauptvorstand will für die Milseburghütte eine große Lösung: Neubau mit Neuordnung der Ver- und Entsorgung sowie eine Toilettenanlage. Dies erklärte Präsident Jürgen Reinhardt gegenüber unserer Zeitung. Er bezieht sich dabei auf Untersuchungen des Architekten Manfred Reith. Doch vor 2017 passiert wohl nichts.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

Zwar denkt der Rhönklub-Präsident an einen Neubau, nennt es aber Umbau. „Denn das Gebäude muss auf den bestehenden Fundamenten errichtet werden und wird in der Form dem aktuellen ähneln. Es darf nicht größer werden, weil es sich in der Kernzone des Biosphärenreservats befindet“, sagt er. Eine Sanierung, wie von den knapp 2000 Unterzeichnern einer Unterschriftenaktion und vom Innungsmeister der Zimmerer, Stefan Rehm, gefordert, hält Reinhardt für zu unsicher. „Wir haben noch gar nicht alles untersucht. Es besteht die große Gefahr, dass an anderen Stellen des Gebäudes, die noch nicht unter die Lupe genommen wurden, immer neue Schäden auftauchen“, sagt er. „Bei einem Umbau hätten wir für die nächsten 50 bis 80 Jahre Ruhe“, erklärt er. Eine Sanierung der vorderen Wände sei vermutlich nur eine kurzfristige Verbesserung. Die Gefahr sei dann zu groß, dass in 10 oder 15 Jahren wieder in einem anderen Teil des Gebäudes etwas gemacht werden müsse.

Ein schnelle Sanierung, wie von den Unterzeichnern und dem Pächterehepaar gefordert, sei sowieso nicht realisierbar, sagt Reinhardt. Denn zur Finanzierung dieser Baumaßnahme müssten Leader-Fördermittel beantragt werden. Dies müsste über die Gemeinde Hofbieber, der Eigentümerin des Areals, den Landkreis oder das Biosphärenreservat beantragt werden.

Erst wenn der Bewilligungsbescheid vorliegt, darf mit dem Bau begonnen werden. Mit einem Beschluss ist erst Anfang Juli zu rechnen. Dann tagt die Hauptversammlung des Rhönklubs. Die Mitglieder müssen die Entscheidung treffen. Erst danach können die Pläne für einen Förderantrag eingereicht werden. Realistisch ist laut Reinhardt als Termin eines Baus frühestens das Jahr 2017. Dann soll es in einem Rutsch und möglichst schnell über die Bühne gehen.