Mutmaßlicher Mörder aus Künzell hatte mehrere Messer im Auto versteckt

18. Juni 2019
Künzell

Die Staatsanwaltschaft Fulda hat zur Bluttat in Künzell erschreckende Details bekanntgegeben: Sie geht davon aus, dass Eifersucht das Motiv war. Außerdem soll der Mann fünf Messer im Auto versteckt haben.

Von unserem Redaktionsmitglied Daniela Petersen

„Es wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Wir sehen hier als Mordmerkmal die Heimtücke gegeben“, erklärt Harry Wilke, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Fulda, auf Nachfrage unserer Zeitung. So habe der 55 Jahre alte Mann vorgetäuscht, seine drei Jahre jüngere Ehefrau zur Arbeit zu fahren, so wie er das häufiger getan habe. Doch anstatt den Weg zur Arbeitsstelle in der Eisenacher Straße in Künzell einzuschlagen, fuhr er die Peter-Henlein-Straße in Richtung Friedenstraße.

Mann hatte fünf Messer im Auto

„Es ist möglich, dass er schon während der Fahrt auf die Frau eingestochen hat“, sagt Wilke und gibt noch ein weiteres Detail bekannt: „Nach unseren Erkenntnissen hatte er fünf Messer im Auto versteckt.“ Einer der fünf Stiche habe die Halsschlagader getroffen. „Die Frau hatte keine Chance“, erklärt der Staatsanwalt.

Am Parkplatz gegenüber dem Freizeitzentrum „Fitness und Bowling Curt“ hielt der 55-jährige Beschuldigte Ermittlungen zufolge sein Fahrzeug schließlich an und bat Passanten, die Polizei zu rufen. „Zu dem Zeitpunkt ging er offenbar schon davon aus, dass die Frau tot ist“, sagt Wilke. Doch die 52-Jährige lebte noch und starb erst während einer Notoperation im Krankenhaus.

Der Beschuldigte ließ sich widerstandslos festnehmen. In welcher Verfassung der Mann bei seiner Festnahme war, weiß Wilke nicht. „Bei der Vernehmung hat er nichts zur Tat gesagt, nur dass er wohl aus Eifersucht gehandelt hat. Wir gehen daher von diesem Motiv aus.“