Nach vier Jahren: Tegut will Herzberger-Bäckerei zurück

18. April 2017
Fulda

Kartellamt und Aufsichtsgremien müssen noch zustimmen, dann hat die Fuldaer Großbäckerei Herzberger einen neuen (alten) Besitzer: Tegut. Herzberger war bereits Teil der Tegut-Gruppe, bis der Schweizer Lebensmittel-Gigant Migros diese vor knapp vier Jahren kaufte. Mögliche Folgen der Übernahme sind derzeit noch nicht bekannt.

Tegut hatte am späten Dienstagnachmittag eine Pressemitteilung herausgegeben und darin über die geplante Übernahme von Herzberger informiert. Die osthessische Großbäckerei (Jahresumsatz nach eigenen Angaben 25 Millionen Euro) soll zurück an die Tegut-Gruppe gehen.

Herzberger war bis 2013 bereits Teil der Tegut-Gruppe. Nach der anschließenden Übernahme durch den Schweizer Handelsriesen Migros gehörte Herzberger der W-E-G-Stiftung. Dessen Aufsichtsratvorsitzender ist der ehemalige Tegut-Chef Wolfgang Gutberlet. Herzberger belieferte die Märkte weiter mit Brot- und Backwaren.

„Durch den Verkauf des Unternehmens von W-E-G an Tegut wird die Gestaltungsmacht wieder zusammengeführt. Das kann die Herzberger Entwicklung begünstigen“, erklärt Gutberlet in der Pressenotiz. Für die W-E-G sei es der letzte Schritt, sich aus der Produktion für Tegut zu verabschieden. Dadurch mache man sich frei für die eigenen Aufgaben.

Ob der Verkauf Folgen hat, geht aus der Mittelung nicht hervor. Für die Herzberger-Bäckerei arbeiten laut deren Webseite etwa 200 Menschen. Tegut-Geschäftsführer Thomas Gutberlet spricht in der Pressemitteilung davon, alte und neue Prozesse wieder zu intensivieren. Nach der geplanten Übernahme wird es in den Märkten weiterhin Herzberger-Backwaren geben. „Die Wertschöpfung bleibt in der Region Fulda“, fügte Geschäftsleitungsmitglied Eloy Gut an. Was der Herzberg-Kauf kostet, ist ebenfalls unbekannt. / kbk

Wir berichten in der Mittwochsausgabe der Fuldaer Zeitung ausführlich über den geplanten Verkauf.