Neue Hilfe aus der Luft: Erkundung per Drohne

13. Juni 2019
Fulda

Hilfe aus der Luft: Der Fachdienst Gefahrenabwehr des Landkreises Fulda wird in Kooperation mit der DLRG Fulda einen Erkundungstrupp bilden, der unter anderem speziell darin geschult wird, mit einer Drohne großflächige Schadengebiete zu überfliegen, um auf diese Weise wichtige Informationen zu erhalten.

„Große Schadenereignisse und Katastrophenlagen erfordern zur gezielten Bewältigung umfangreiche Informationen über die Schwere von Gefahren und Schäden. Kräfte und Material sollen dort zuerst eingesetzt werden, wo die Not der Bevölkerung am größten ist“, erläutert Matthias Strott vom Fachdienst Gefahrenabwehr in einer Pressemitteilung des Landkreises Fulda.

Dafür müssen die Einsatzkräfte nicht nur hohe Fachkenntnis haben, sondern vor allem ausreichend Informationen zur Beurteilung der jeweiligen Situation. Das bedeutet beispielsweise, bei Unwetterlagen rasch entscheiden zu können, in welchen Arealen oder Gemeinden am dringendsten welche Art Hilfe benötigt wird.

Dreitägige Schulung

Aber auch weitläufige oder unzugängliche Gebiete, in denen etwa vermisste Personen vermutet werden, können mit der Drohne abgesucht werden.

In einer dreitägigen Schulung erlernen nun die Spezialkräfte, wie großflächige Schadengebiete zu Wasser, zu Lande und aus der Luft erkundet und somit Schwerpunkte erfasst werden. Dazu werden neben theoretischen Einheiten auch praktische Übungen erfolgen.

DRLG wurde mit Aufgabe betreut

Zudem werden die Teilnehmer zum Führen von Drohnen nach den geltenden luftfahrtrechtlichen Bestimmungen qualifiziert. Der Landkreis Fulda stellt dazu die notwendige Ausstattung bereit und hat die DLRG mit dieser Aufgabe beauftragt.

„Das ermöglicht eine übergreifende Einbindung aller Katastrophenschutzeinheiten und entlastet Einsatzkräfte, die aufgrund ihrer Aufgabenstellungen bereits intensiv in die Gefahrenabwehr eingebunden sind“, sagt Fachdienstleiter Frank Reith. / sec