Neue Hochschulbibliothek und Mensa eingeweiht

15. August 2013
Fulda

Bessere Lernbedingungen, höhere Aufenthaltsqualität, mehr Service: Nach dreijähriger Bauzeit hat die Hochschule Fulda heute die neuen Gebäude für die Hochschul- und Landesbibliothek, die Mensa und das Student Service Center eingeweiht.

Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, und Finanzstaatssekretärin Prof. Dr. Luise Hölscher übergaben die Neubauten an Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar. An zentraler Stelle gelegen, bilden die drei Gebäude den neuen Mittelpunkt des Fuldaer Hochschulcampus. Realisiert wurden die Neubauten sowie die Gestaltung der Außenanlagen im Rahmen des Hochschulbauprogramms HEUREKA mit einem Investitionsvolumen von rund 42 Millionen Euro.

"Mit dem heutigen Tag wird eine Vision Realität und die Hochschule Fulda um eine besondere Attraktivität reicher. In Zeiten steigender Studierendenzahlen kommt die Einweihung zum richtigen Zeitpunkt. Der Neubau bietet mit dem deutlichen Ausbau der Kapazitäten der Bibliothek und Mensa vor allem für die Studierenden aber auch für den Wissenschaftsstandort insgesamt einzigartige Perspektiven", sagte Ministerin Kühne-Hörmann.

Finanzstaatssekretärin Professor Dr. Luise Hölscher erklärte: "Fulda ist ein besonders gelungenes Beispiel für den effizienten und sehr zielgerichteten Einsatz der vorhandenen Mittel aus dem Hochschul-Ausbauprogramm HEUREKA: alle Kosten und Termine konnten gehalten werden und darüber hinaus wurde ein qualitativ hochwertiger Gebäudekomplex errichtet." Sie fügte hinzu: "Was mich aber darüber hinaus auch noch sehr stark beeindruckt hat, ist die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz der Gebäude. Hier in Fulda wurden in Bezug auf die Umsetzung des Kabinettsbeschlusses zur CO2-neutralen Landesverwaltung zukunftsweisende energetische Effizienzmaßnahmen realisiert." Die hohe bauliche und technische Qualität garantiere sowohl einen niedrigen Energiebedarf als auch ein behagliches und komfortables Arbeitsumfeld im gesamten Lebenszyklus des Gebäudes, sagte Hölscher.

"Die neuen Gebäude und neuen Außenanlagen schaffen äußerst attraktive und komfortable Studienbedingungen", hob Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar hervor. "Alle zentralen Serviceeinrichtungen sind nun an einer Stelle konzentriert, mitten im Herzen des Campus. Kürzere Wege, längere Öffnungszeiten, bessere Lernbedingungen und mehr Aufenthaltsqualität können wir unseren Studentinnen und Studenten von nun an bieten." Er sei überzeugt: Der zentrale Platz, um den sich die Gebäude gruppieren, werde sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickeln für Studierende verschiedener Fachrichtungen und Kulturen. "Wir schaffen damit neue Möglichkeiten für Begegnung, Austausch und Miteinander", sagte Khakzar.

Die drei Gebäude haben eine Hauptnutzfläche von insgesamt 6600 Quadratmeter. Damit stehen zum kommenden Wintersemester die dringend benötigten zusätzlichen Flächen für die gestiegenen Studierendenzahlen zur Verfügung. Die Grundfläche der Bibliothek hat sich annähernd vervierfacht, die der Mensa verdreifacht. Die neue Hochschul- und Landesbibliothek bietet den Nutzerinnen und Nutzern 320 Arbeitsplätze unter anderem auch in Gruppen- und Einzelarbeitsräumen sowie einem Ruhearbeitsraum. In der Mensa stehen künftig rund 600 Plätze zur Verfügung. Statt der bislang 1000 Essen können hier nun täglich bis zu 1700 Speisen pro Tag ausgegeben werden, die frisch zubereitet und fast alle im eigenen Haus produziert werden. Die Komponenten und Zutaten stammen zum Teil aus Bioproduktion und fairem Handel.

Bundesweit einmalig ist die Integration einer Laborküche des Fachbereichs Oecotrophologie in das Mensagebäude. Dieses Konzept ermöglicht eine praxisnahe Ausbildung und Forschung im Bereich der Großküchenverpflegung.

Im Student Service Center mit International Office, Studienbüro und Zentraler Studienberatung erwartet die Studierenden ein verbesserter Service. Der Einsatz neuer Techniken vereinfacht beispielsweise die Rückmeldung zum neuen Semester. Sie lässt sich künftig unabhängig von Bürosprechzeiten und ohne langes Warten erledigen.

"Für uns war von Anfang an klar: Wir wollen qualitätsvoll und nachhaltig bauen", erläuterte Khakzar. "Deshalb haben wir einen Wettbewerb ausgeschrieben und den besten Entwurf ausgewählt." Die drei neuen Gebäude entstanden nach den Plänen des Kasseler Architekturbüros ATELIER 30. Die Außenanlagen entwarf das Büro Mann Landschaftsarchitektur aus Fulda.

In puncto Energieeffizienz erfüllen die Neubauten höchste Anforderungen. Eine kompakte Bauweise, erhöhte Wärmedämmmaßnahmen der Außenhaut durch spezielle Dämmstoffe und dreifachverglaste Fenster sowie ein ausgefeiltes Konzept zur Wärmerückgewinnung etwa aus den Tiefkühlbereichen der Mensa ermöglichen es, die Anforderungen der Energieeinsparverordnung von 2009 deutlich zu unterschreiten.