Neues INO-Zentrum zieht Tausende Besucher an

19. Mai 2019
Fulda

Rund 10.000 Menschen haben am Sonntag das neue INO-Zentrum (Intensiv-, Notfall-, Operationszentrum) des Klinikums Fulda besucht. Sie konnten dabei informieren und einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Während die Helfer ihre Instruktionen erhielten und ihre Plätze bezogen, kamen schon die ersten Besucher zum Klinikum und reihten sich vor dem Eingang zum INO-Zentrum in die Gruppe der Wartenden, die den ganzen Tag über nicht kleiner wurde. Das teilt das Klinikum in einer Pressenotiz mit. Es konnten immer nur gleichzeitig etwa 1700 Personen eingelassen werden.

Spielerische Stimmung herrschte im Gipsraum der neuen Zentralen Notaufnahme (ZNA), denn den Kindern wurden dort – ganz nach Wunsch – Gipse aus Kunststoff in blau und gelb angelegt. Die Kleinen freuten sich schon darauf, die steifen Verbände am nächsten Tag wie Siegestrophäen im Kindergarten oder in der Schule zeigen zu können.

Bunte Gipse und Gummibärchen

Andere Kinder operierten im OP der Viszeralchirurgie minimalinvasiv – mit feinsten Instrumenten durch winzige Öffnungen – Gummibärchen unter der Gallenblase einer OP-Puppe hervor oder angelten mit den Werkzeugen des Neurochirurgen nach Centmünzen in einem Übungsschädel. Doch was als heiterer Zeitvertreib für die Kinder wirkte, hatte für die Fachleute selbstverständlich einen ernsten Hintergrund: „Mit dem INO-Zentrum wird die Medizin noch besser“, lautete die einhellige Botschaft.

„In der Zentralen Notaufnahme rücken wir näher zusammen, können dem Patienten, der unter einer laufenden Reanimation zu uns kommt, einige Minuten schneller helfen. Das kann über Leben und Tod entscheiden“, sagte die Direktorin der ZNA, Dr. Petra Zahn: „Vom Hubschrauberlandeplatz kommt der Patient über den Aufzug über einen breiten, geraden Weg von nur 20 Meter zu uns in den Schockraum, wo wir ihn zunächst behandeln, und der Computertomograph, um mit modernen bildgebenden Verfahren ins Innere des Patienten zu schauen, steht in unmittelbarer Nachbarschaft.“

Begeisterte Rückmeldungen

Am Ende des Tages dankte Dr. Thomas Menzel, Vorstand des Klinikums, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Tag begleitet haben. „Ich bin begeistert, mit wie viel Engagement und Empathie unsere Mitarbeiter heute auf die Besucher zugegangen sind. Fast 10.000 Menschen haben sich heute im INO-Zentrum umgeschaut. Ich habe unzählige begeisterte Rückmeldungen bekommen“, fasste er den Tag zusammen: „Das war ein sehr guter Tag für ds Klinikum und für alle, die uns besucht haben.“ / lio